Der Blackberry Pearl 8100 von Research in Motion (RIM) kam 2006 als erstes kleines Blackberry-Handset auf den Markt. Sein Nachfolger, der Blackberry Pearl 8120, brachte dann zusätzlich eine 2-Megapixel-Kamera und WLAN mit.

Nun gibt es also den Blackberry Pearl 8110. Bei ihm wird die WLAN-Funktionalität durch ein GPS-Modul ersetzt. Damit soll der Benutzer den richtigen Weg finden. Kann sich dieses neue Pearl-Modell mit seiner Navigationsfunktion aber selbst den eigenen Weg bahnen, oder wird es unter all den ähnlichen Blackberrys verlorengehen?

Der RIM Blackberry 8110 ist bei T-Mobile und Vodafone mit Vertragsbindung kostenlos erhältlich. Ohne Vertrag gibt es ihn für 380 Euro.

Stärken

Rein äußerlich unterscheidet sich der 8110 kaum vom üblichen Pearl-Design. In seinen blauen, schwarzen oder pinken Ausführungen sieht er exakt wie der ursprüngliche Pearl 8100 aus. Benutzer auf der Suche nach einem schlanken Mobiltelefon werden also keine Überraschungen erleben.

Die Erweiterung eines ohnehin schon guten Telefons um eine integrierte GPS-Funktionalität macht dieses Modell besonders interessant. Anders als der Pearl 8100 oder 8120 mit WLAN lässt sich dieses Telefon als voll funktionsfähiges Satellitennavigationsgerät unterwegs einsetzen.

Im Test wird der 8110 mit Telmap-Navigator im Vodafone-Netz und Telenav 5.1 über T-Mobile ausprobiert. Die Satellitenverbindung funktioniert in beiden Fällen rasch und problemlos. Vor allem, wenn man sich in einer fremden Stadt verirrt, erweist sich die GPS-Funktion als äußerst nützlich.

Der Lautsprecher ist laut genug, um die Anweisungen verständlich wiederzugeben. Bei Bedarf lassen sich auch Kopfhörer an die 3,5-Millimeter-Buchse anschließen. Was die übrigen Funktionen angeht, entspricht das Gerät exakt dem Blackberry 8120, nur eben ohne WLAN.

Schwächen

Anscheinend ist man bei RIM so stolz auf das Design des ursprünglichen Blackberry Pearl 8100, dass dieses immer wieder neu reproduziert wird. Aber werden die Benutzer auch bei dieser Neuauflage glänzende Augen bekommen? Das Design des Pearl geht absolut in Ordnung, und die Erweiterung um GPS ist ein sehr kluger Schachzug.

Allerdings bleibt zu hoffen, dass RIM sich für seine zukünftigen Modelle einmal etwas Neues einfallen lässt. Vor allem UMTS-Funktionalität böte sich da an. Denn ohne UMTS kann das Surfen im Internet mitunter recht schleppend vor sich gehen. Außerdem könnte die 2-Megapixel-Kamera ein Upgrade vertragen. Und auch ein UKW-Radio wäre willkommen.

Fazit

RIM hat auch diesmal nicht auf eine Allround-Lösung abgezielt, sondern der Pearl-Familie wieder nur ein neues Mitglied beschert. In gewisser Hinsicht ist das auch durchaus gut so. Zu viele Funktionen in ein Mobiltelefon packen zu wollen, kann ins Auge gehen. Dennoch dürften einige Blackberry-Benutzer doch etwas mehr erwarten.

Gerade was das Design betrifft, wäre es wirklich wünschenswert, dass RIM allmählich neue Wege einschlägt. Wenn jedes Modell das gleiche Gehäuse hat, sorgt das nur für Verwirrung. Entscheidend ist jedoch, dass der 8110 hält, was er verspricht. Für alle, die sich einen kleinen Blackberry mit GPS ersehnt haben, ist das Warten vorüber.

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