US-Bürgerrechtler fordern mehr Jugendschutz im Internet

Federal Trade Commission setzt dagegen auf Selbstregulierung der Branche

Mehrere Bürgerrechtsgruppen in den USA haben die Regulierungsbehörde FTC aufgefordert, den Schutz der Privatsphäre von Jugendlichen im Internet zu verbessern. Sie wollen durchsetzen, dass die Regeln, die für Kinder bis 13 Jahren gelten, auf Jugendliche bis zu einem Alter von 18 Jahren ausgeweitet werden.

„Wir fordern, dass die FTC die freiwilligen Richtlinien über sensible Daten für alle Personen bis zu einem Alter von 18 Jahren empfiehlt und die Sammlung von persönlichen Informationen für verhaltensbezogene Werbung verbietet“, hieß es in einem Brief an die Federal Trade Commission (FTC). Zu den Verfassern gehören der Verband amerikanischer Kinderärzte, die Initiative Children Now und das Center for Digital Democracy (CDD).

Die FTC entwickelt derzeit Standards für interaktives Marketing zum Schutz der Privatsphäre. Sie sollen als Basis für eine freiwillige Selbstregulierung dienen und sehen eine Information von Verbrauchern vor, bevor Daten für Online-Werbung gesammelt werden.

Gemäß dem Children’s Online Privacy Protection Act (Coppa) aus dem Jahr 1999 muss für die Sammlung jeglicher Daten von Kindern bis 13 Jahren das Einverständnis der Eltern eingeholt werden. Eine Ausweitung dieses Gesetzes auf Jugendliche wäre ein Rückschlag für Websites wie Facebook. Die Datenschutzrichtlinien von Facebook erlauben die Verwendung von Mitgliedsdaten für verhaltensbezogene Werbung und nennen dafür keine Altersgrenze.

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Stefan Beiersmann, Stefanie Olsen
Autor: Stefan Beiersmann, Stefanie Olsen
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