Sofortüberweisung.de wird europäisch

Giropay-Konkurrent meldet über 7000 registrierte Händler

Die Payment Network AG, Betreiber des Dienstes Sofortüberweisung.de will nach einem erfolgreichen Versuch in Österreich ihre Services demnächst auch für die Schweiz anbieten. Weitere europäische Länder sollen folgen. Für internationale Anwender wurde die Site Directpay24.com eingerichtet.

Sofortübeweisung.de positioniert sich als bankenunabhängiger Bezahlserviceanbieter. Der Dienst steht somit in Konkurrenz zu dem im Wesentlichen von Postbank sowie zahlreichen Sparkassen und Raiffeisenbanken angebotenen Service Giropay. Beide Dienste lassen sich ohne Registrierung oder Anmeldung in Anspruch nehmen. Zur Zahlung sind nur PIN und TAN notwendig – vorausgesetzt, der Nutzer ist Inhaber eines Online-Banking-Accounts.

Vorteil derartiger Services sind für Käufer die Möglichkeit des umgehenden Versands von Lagerware oder die sofortige Freischaltung von Dienstleistungen ohne Inanspruchnahme einer Krediktkarte. Dies ist möglich, da Verkäufer oder Diensteanbieter eine sofortige Zahlungsbestätigung erhalten während zugleich die Zahlung als nicht rückbuchbare Überweisung ausgeführt wird. Daher sind keine Rücklastschriften zu erwarten sind. Außerdem besteht bei Überweisungen generell eine hohe Zahlungssicherheit.

Die Payment Network AG konnte seit Januar 2007 rund 7000 deutsche und österreichische Händler für den neuen Zahldienst registrieren. Für die Nutzung des Dienstes fallen wie bei Giropay für den Zahlenden keine Kosten an. Sie werden vom Verkäufer übernommen und liegen in der Regel bei etwa ein Prozent des Transaktionsumsatzes. In der Reisebranche wird mit einem Festbetrag gearbeitet, in anderen Bereichen, etwa bei Erotik- oder Gambling-Angeboten, liegt der Satz höher.

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5 Kommentare zu Sofortüberweisung.de wird europäisch

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  • Am 5. April 2008 um 18:57 von Stephan

    Nun ja …
    … ich seh das etwas zwiespältich. Grundsätzlich sind die Vorteile dieses Services sowohl für den Shop-besitzer, als auch für den Einkaufenden klar.

    Andererseits denke ich, dass dies dem Phishing neue Möglichkeiten eröffnet. Ein Shop ist schnell eingerichtet und genauso die vorgegaukelte Möglichkeit als Shop die Sofortüberweisung anzubieten. Fehlen noch Hammerangebote, die den Besucher dazu verleiten, zu kaufen und freiwillig PIN und TAN einzugeben – vielen Dank.

    Unabhängig davon wäre es sicherlich besser gewesen, diesen Service in Kooperation mit den Banken oder zumindest in Rücksprache anzubieten. Ich kenne einige Banken, die vor der Nutzung dieses Service aus Sicherheitsgründen warnen und dies sicherlich nicht nur, weil sie hier ihr Geschäft bedroht sehen.

  • Am 7. April 2008 um 8:52 von Juto

    Sofortüberweisung.de wird europäisch
    Da hast Du recht. Bei giropay kommuniziert der Online-Banking-User beim Bezahlen ausschließlich über das Aplett der Bank. Gibt dort wie beim normalen Online-Banking auch PIN/TAN ein.
    Bei dem hier genannten Dienst gibst du diese deine Daten in das Aplett von dem Anbieter ein. Der wiederum muss mit deinen Daten erstmal prüfen ob überhaupt Geld auf deinem Konto ist, weil er sonst dem Händler, im Gegensatz zu deiner Hausbank, gar keine Zahlungsgarantie für die Überweisung geben könnte.
    Natürlich läuft dieser Vorgang, dass sich quasi ein Dritter mit deinen Daten einen Überblick über deine Bonität verschafft nur millisekundenschnell in der Software des Anbieters ab, jedoch hast du damit deine Login und PIN Daten dritten Personen zugänglich gemacht.

    Und genau das ist es warum Banken und Sparkassen vermutlich davon abraten.

    • Am 7. April 2008 um 11:32 von Stephan

      AW: Sofortüberweisung.de wird europäisch
      Da wird sogar noch ein Schrit weiter gegangen. Bei meiner Hausbank werden aus Sicherheitsgründen die Feldbezeichner für die Eingabefelder ständig geändert, wodurch die Daten nicht korrekt hin und her übermittelt werden können. Sofortüberweisung zeigt daraufhin irgend welche Fehlermeldungen, die angeblich von der Bank übermittelt wurden, was definitv nicht stimmt.

      Also in der heutigen Zeit absolut mit Vorsicht zu genießen, auch wenn ich den dahinterstehenden Servicegedanken schon ok finde.

  • Am 12. April 2008 um 11:23 von Jozy

    Sofortueberweisung.de
    Wer ein Online-Konto hat, hat sich auch seiner Bank gegenüber verpflichtet, Pin und Tan nicht an Dritte herauszugeben. Mir ist das zu unsicher. Wenn ein Shop nur diesen Anbieter zum Bezahlen anbietet, würde ich dort nicht kaufen.

  • Am 13. August 2008 um 8:59 von Franz Brack

    Warnungen – natürlich – von der Konkurrenz
    Stellen Sie sich mal vor, Sie sind Chef einer Sparkasse, einer Volks- und Raiffaisenbank oder die Postbank. Sie waren für die Entwicklung von Giropay mitverantwortlich. Giropay ist ein Onlinezahlungssystem dieser Banken – und hat in der Zeit wo Sofortüberweisung 8000 onlineshops angeschlossen hat, gerade mal 300 angeschlossen. Würde Sie nicht auch versuchen – den Mitbewerber schlecht zu machen – ich kann dieses Verhalten nämlich nur bei den Banken erkennen.

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