Microsofts OOXML erhält angeblich ISO-Zertifizierung

Offizielle Bestätigung der ISO steht noch aus

Microsofts Dateiformat Office Open XML (OOXML) hat bei der am Samstag zu Ende gegangenen Abstimmung der 87 in der International Organization for Standardization (ISO) vertretenen Nationen angeblich die erforderliche Zweidrittelmehrheit erhalten. Das berichten der Blog Open Malaysia sowie der Beobachter und Experte Andrew Updegrove unter Berufung auf offizielle Aussagen der stimmberechtigten Länder.

Damit hätte Microsoft sein Ziel erreicht, OOXML zum ISO-Standard erklären zu lassen. Eine offizielle Bestätigung seitens der ISO steht allerdings noch aus.

Der Wahl war ein kontroverser Entscheidungsprozess in vielen Ländern vorausgegangen. Berichten zufolge war es in Polen, Norwegen und Deutschland zu Unregelmäßigkeiten bei der Abstimmung gekommen. So soll die Wahlmöglichkeit eingeschränkt gewesen und Druck auf Mitglieder der Entscheidungsgremien ausgeübt worden sein.

Themenseiten: Microsoft, Open Source, Software

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1 Kommentar zu Microsofts OOXML erhält angeblich ISO-Zertifizierung

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  • Am 7. April 2008 um 23:36 von EC1N

    Jan van den Beld prangert Scheinheiligkeit von IBM und Co an
    Anstatt ihre Zeit damit zu verbringen, nationale Normungsorganisationen, die „ja“ für Open XML gestimmt haben, zu verleumden indem sie sie fälschlicherweise als korrupt hinzustellen, sollten IBM und seine Verbündeten sich vielleicht lieber mal über ihre eigene Integrität Gedanken machen.

    Jan van den Beld, früherer Generalsekretär der ECMA, war mutig genug, am Freitag einen Blogpost zu veröffentlichen, in dem er die Scheinheiligkeit von IBM und seinen Verbündeten anprangert [http://janvandenbeld.blogspot.com/2008/04/hypocrisy.html].

    Anscheinend hat IBM die letzten Monate damit verbracht, nationale Normungsorganisationen mit Open-XML-Gegnern zu besetzten, doppelt abzustimmen (in Italien), Open-XML-kritische Kommentare für das kenianische Normungsinstitut zu verfassen, seine Angestellten anonyme Briefe mit Falschaussagen über Open XML an Normungsintitute schreiben zu lassen und Google im letzten Moment den Zutritt zu dem 14-monatigen Standardisierungsprozeß zu ermöglichen, um dadurch die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass die Normung von Open XML im letzten Moment abgewendet würde.

    Ach ja, und wir wollen doch auch nicht vergessen, dass Avi Alkalay, der sich selbst als ein „Open Standards-, Open Source- und Linux-Berater bei IBM Brasilien in Brasilien“ bezeichnet, zu einer DDoS-Attacke gegen openxmlcommunity.org aufgerufen hat (was man durchaus als die Anstiftung zu einer kriminellen Handlung bezeichnen könnte).

    Ich weiß nicht, ob van den Belds Blogpost dazu beitragen wird, dass IBM und all diejenigen, die an IBMs Hetzkampagne beteiligt sind, mit ihren unethischen (und teilweise illegalen) Aktionen aufhören. Ich denke aber, dass IBM und Co gut beraten wären, eingehend über die Worte von van den Beld nachzudenken, der sie daran erinnert, dass derjenige, der im Glashaus sitzt, nicht mit Steinen schmeißen sollte.

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