Mailshadow verbindet Google Mail mit Outlook

SaaS-Lösung benötigt keine Exchange-Infrastruktur

Cemaphore Systems hat seine Synchronisationslösung Mailshadow for Google Apps (Mailshadow G) vorgestellt. Mit dem Software-as-a-Service-Angebot (SaaS) können E-Mails und andere Inhalte zwischen Outlook und Exchange auf der einen und Google Mail auf der anderen Seite automatisch abgeglichen werden. Das System eignet sich auch als Disaster-Recovery-Lösung und ermöglicht Unternehmen den Verzicht auf eine eigene Exchange-Infrastruktur.

Nutzer von Microsoft Outlook und Exchange bekommen mit Mailshadow G die Möglichkeit, E-Mails, Kontakte und Kalenderdaten mit Google Mail zu synchronisieren. Die Architektur der Software sorgt für bidirektionale Synchronisation in Echtzeit, sodass Inhalte jederzeit über Outlook oder Googles Webinterface abgerufen werden können.

Das für viele Nutzer vertraute Outlook als Frontend-Client zum verbreiteten Webmail-Angebot bietet laut Cemaphore Vorteile für Nutzer und Firmen. Das Unternehmen positioniert Mailshadow G auch als „E-Mail-Kontinuitäts- und Disaster-Recovery-Lösung“. Die auf Googles Infrastruktur übertragenen Outlook- und Exchange-Daten dienen dabei als Backup bei Problemen mit lokaler Hard- oder Software.

„Wir erwarten, dass diese Entwicklung zukünftig signifikanten Einfluss auf die Implementierung, das Management und die Archivierung von E-Mail-Inhalten haben wird“, sagt Tyrone Pike, Präsident und CEO von Cemaphore. Die Möglichkeit, Outlook allein mit Googles Servern als Backend zu betreiben, solle besonders KMUs ansprechen. Als „wirklich interessant“ für IT-Verantwortliche bezeichnet Gartner-Analyst Matt Cain diese Option einer Backend-Umstellung von Exchange auf Google unter Beibehalt von Outlook für die Nutzer. Allerdings bleibe abzuwarten, ob das System auch funktioniert, so der Analyst gegenüber der New York Times.

Zunächst ist Mailshadow G in eine kostenlose Beta-Phase gestartet, zu der Cemaphore Nutzer aus Unternehmen aller Größen einlädt. Der Vollbetrieb der SaaS-Lösung wird laut Unternehmen auf Basis „erschwinglicher“ monatlicher Abonnements erfolgen. Konkrete Preise hat Cemaphore jedoch noch nicht veröffentlicht. In weiterer Folge soll Mailshadow auch andere wichtige E-Mail-Provider als Backend unterstützen, beispielsweise MSN und Yahoo.

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