Sun will Drähte durch Laser ersetzen

Technologie könnte Computer tausendmal schneller machen

Sun Microsystems wird im Auftrag des Pentagons ein Forschungsprojekt durchführen, das zum Ziel hat, Drähte zwischen Computerchips durch Laser zu ersetzen. Das gab das Unternehmen gestern bekannt.

Die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) stellt Sun rund 44 Millionen Dollar Forschungsgelder zur Verfügung. Das auf fünfeinhalb Jahre angelegte Projekt könnte den Weg für eine neue Generation von Computern ebnen, die schneller, energiesparender und kompakter sind als heutige Modelle. Die Technologie löse den Engpass, mit dem Computerhersteller zu kämpfen haben, auf: Informationen derart schnell zu bewegen, dass Probleme bewältigt werden können, die hunderttausende von Prozessen erfordern.

Der Nachteil aktueller Technologie besteht darin, dass die Verbindung einzelner Chips mittels Drähten aufgrund limitierter Geschwindigkeiten Engpässe darstellen. Diese „Flaschenhälse“ sind mit Auf- und Abfahrten einer Autobahn vergleichbar, auf denen jedes einzelne Fahrzeug seine Geschwindigkeit reduzieren muss. Außerdem erzeugen die Engpässe durch Widerstände zusätzliche Hitze.

Sollten die Sun-Entwickler Erfolg haben, wäre es in Zukunft möglich, kompaktere Computer zu bauen, die deutlich schneller arbeiten als heutige Modelle. Jeder Chip könnte mit jedem anderen Chip direkt kommunizieren und durch einen Laserstrahl zehn Milliarden Informationen pro Sekunde übertragen. „Es ist ein hochriskantes Projekt“, sagt Ron Ho, Forscher bei Sun Laboratories. „Wir erwarten eine 50-prozentige Fehlerquote. Aber wenn wir Erfolg haben, können wir eine tausendfache Steigerung in der Leistung erreichen.“

Themenseiten: Hardware, Prozessoren, Sun Microsystems

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Sun will Drähte durch Laser ersetzen

Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *