Sequoia wehrt sich gegen Analyse seiner Wahlmaschinen

Princeton-Professor hat Konkurrenzprodukt 2006 erfolgreich gehackt

Sequoia Voting Systems hat einem Professor der Universität Princeton mit rechtlichen Schritten gedroht, falls dieser eine Wahlmaschine des Herstellers auf mögliche Schwachstellen untersuche. Das Unternehmen berief sich dabei auf seine Lizenzbedingungen, die eine Analyse seiner als Geschäftsgeheimnis eingestuften Technologien untersagen soll.

„Wie Sie den Medien entnehmen können, planen Vertreter der Wahlbehörde in New Jersey, ihnen eine oder mehrere Wahlmaschinen vom Typ Sequoia Advantage für eine Analyse zuzusenden. Wir werden alle notwendigen Schritte einleiten, um uns vor der Veröffentlichung einer unerlaubten Analyse unserer Software oder anderen Verstößen gegen unser geistiges Eigentum zu schützen“, hieß es in einer E-Mail an Ed Felten und seinen Kollegen Andrew Appel, Computerwissenschaftler in Princeton.

Der Wahlmaschinenhersteller drohte auch mit rechtlichen Schritten gegen den Bezirk Union County im Bundesstaat New Jersey. Die Bezirksvertreter kündigten daraufhin an, von einer Untersuchung Abstand zu nehmen.

Felten und Appel verfügen über einschlägige Erfahrungen mit Wahlmaschinen. Felten und seine Studenten hatten 2006 eine Wahlmaschine von Diebold gehackt. 1997 hatte Andrew Appel eine veraltete Sequoia-Maschine gekauft und diese als manipulierbar bezeichnet.

Themenseiten: Princeton University, Telekommunikation

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