US-Supermarktkette verliert Daten von über vier Millionen Kunden

Angreifer haben mehrere Monate lang auf Daten der Kredit- und Bankkarten zugegriffen

Die US-Supermarktkette Hannaford Bros hat am Montag einen Einbruch in ihr Computersystem gemeldet. Die Angreifer sollen dabei über einen Zeitraum von mehreren Monaten Zugriff auf die Daten der Kredit- und Bankkarten von bis zu 4,2 Millionen Kunden gehabt haben.

Ronald Hodge, CEO von Hannaford, erklärte in einem Entschuldigungsschreiben an seine Kunden, dass auf keinerlei Personendaten wie Namen und Anschriften zugegriffen wurde. „Die gestohlen Daten beschränken sich auf die Nummern von Kredit- und Bankkarten sowie deren Ablaufdatum.“

Die Details wurden bei Kartenzahlungen jeweils während der Authentifizierung durch das ausstellende Kreditinstitut abgefangen. Einem Hannaford-Vertreter zufolge erstreckte sich der Angriff über einen Zeitraum vom 7. Dezember bis zum 10. März. Bisher seien 1800 Fälle bekannt geworden, in denen die Daten missbräuchlich eingesetzt wurden.

Der Hannaford-CEO bestätigte, dass sein Unternehmen mit den Ausstellern der Kredit- und Bankkarten zusammenarbeite, um den Schutz der betroffenen Kunden zu garantieren. Um die Täter zu ermitteln, kooperiere sein Unternehmen auch mit den Ermittlungsbehörden.

Der Einbruch bei Hannaford war nicht der erste Angriff auf eine Handelskette. Vor etwa einem Jahr hatte TJX in den USA den Verlust von 45,7 Millionen Kundendaten eingestanden.

Themenseiten: Big Data, Datenschutz, Hacker, TJX

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