CeBIT: Tomtom stellt HD-Traffic-Empfänger vor

In Deutschland soll das rund 100 Euro teure Gerät in der zweiten Jahreshälfte erscheinen

Tomtom zeigt auf der CeBIT in Hannover (Halle 15, Stand E14) einen Empfänger für den kostenpflichtigen Verkehrsinformationsservice HD Traffic. Das Gerät funkt über eine integrierte SIM-Karte im GPRS-Netz und wird über den Zigarettenanzünder des Fahrzeugs (12-Volt-Buchse) mit Strom versorgt.

HD Traffic soll mittels genauerer Informationen zur Verkehrslage auf Autobahnen, Bundesstraßen und in Ballungsgebieten bessere Routenvorschläge sowie präzisere Ankunftszeiten liefern. Die von Tomtom entwickelte Technologie verwendet anonyme Daten aus dem deutschen Vodafone-Netz, die Auskunft darüber geben, wie schnell und in welche Richtung sich die in diesem Netz registrierten Mobiltelefone bewegen. Anschließend werden die Daten um Verkehrsinformationen aus anderen Quellen ergänzt.

Der Empfänger ist sowohl als Zubehör als auch als Teil des Lieferumfangs ausgewählter Navigationssysteme der Tomtom-Go-Serie erhältlich, wo er das Ladekabel ersetzt. Er ist zu den Modellen 930 T, 920 T, 730 T, 720 T, 530 T und 520 T kompatibel.

Zunächst wird der Empfänger nur in den Niederlanden erhältlich sein, wo HD Traffic bereits seit November 2007 angeboten wird. Im Preis von 99,95 Euro ist ein sechsmonatiges Abo für HD Traffic im Wert von 60 Euro enthalten. In Deutschland wird der Premium-Verkehrsinformationsdienst voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte an den Start gehen. Dann soll es den Receiver auch hierzulande zu kaufen geben.

Themenseiten: CeBIT, GPS, Hardware, Messe, Telekommunikation, TomTom

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1 Kommentar zu CeBIT: Tomtom stellt HD-Traffic-Empfänger vor

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  • Am 27. Juli 2008 um 19:32 von R.S.

    HD-Traffic rechtswidrig?
    Nach meiner Auffassung begeht Vodafone mit der Aufzeichnung Auswertung und Vermarktung persönlicher Bewegungsprofile einen höchst bedenklichen Rechtsverstoß. Ich möchte hier an das Urteil bezüglich des Scannens von KFZ-Nummernschildern erinnern. Auch hier wurde behauptet, dass die Daten anonym erfasst und ausgewertet werden und, sofern nicht relevant umgehend gelöscht werden. Dieses Vorgehen wurde mit Recht verboten und ist zwischenzeitlich eingestellt worden.

    Nun behauptet Vodafone ebenfalls, dass die Bewegungsprofile anonym erfast werden. Aber wer garantiert das? Vodafone, die damit ein Geschäft betreibt ist sicherlich nicht glaubwürdig. Dazu kommt erschwerend:

    – Vodafone weist nicht oder nicht deutlich im Vertrag darauf hin, das sie die die Bewegung ihrer Kunden permanent trackt und damit genau weiß, wo sich der Kunde aufhält und wo er sich hin begibt. Es geht hier nicht nur um Verkehrsdaten, sondern kann das System sogar aufgrund der hohen Genauigkeit dazu genutzt werden um Kundenprofile zu erstellen. Z. B. in dieser Woche dreimal bei Galerie Kaufhof, zweimal im Monat auf der Reeperbahn, tankt bei ARAL u.s.w.

    M. E. ist daher über einen deutlichem Vertragshinweis das Einverständnis des Kunden vorher einzuholen.

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