CeBIT: Verdi plant Nahverkehrsstreiks zum Messe-Start

Hannoversche Verkehrsbetriebe wollen Fahrgäste über mögliche Einschränkungen informieren

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat für kommenden Dienstag, den ersten Tag der diesjährigen CeBIT in Hannover, die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes zu Warnstreiks aufgerufen. Auch die Angestellten des hannoverschen Nahverkehrsbetrieb Üstra werden sich an dem landesweiten Aktionstag beteiligen, heißt es in einer Mitteilung des Landesbezirks Niedersachsen-Bremen.

Mit einem Warnstreik von Dienstbeginn um 3 Uhr bis morgens um 7 Uhr nimmt die Streikleitung allerdings Rücksicht auf den Messebeginn. In Folge der vierstündigen Arbeitsniederlegung werde es nach Wiederaufnahme des Verkehrs um 7 Uhr jedoch zu Verzögerungen kommen. Verdi geht davon aus, dass sich am 4. März noch weitere Nahverkehrsbetriebe in Niedersachsen am Warnstreik beteiligen werden.

Der Vorstand der Üstra hatte nach den am Mittwoch angekündigten Streiks sein Bedauern zum Ausdruck gebracht, dass damit die wichtigste Wirtschaftsveranstaltung Hannovers zum Schauplatz von Tarifauseinandersetzungen gemacht werden solle. Die Verkehrsbetriebe wollen ihre Fahrgäste unverzüglich über mögliche Einschränkungen des Verkehrsangebots am ersten CeBIT-Tag informieren.

Für 11 Uhr hat Verdi eine Kundgebung mit Bundesvorstand Frank Bsirske auf dem Opernplatz in Hannover geplant. Die Gewerkschaft wirft den Arbeitgebern des Bundes und der Kommunen nach dem Scheitern der vierten Verhandlungsrunde in Potsdam vor, „auf stur geschaltet zu haben„.

Verdi-Landesleiter Siegfried Sauer bezeichnete die Ankündigung, nun auch die Arbeitszeitregelung zu kündigen, als eine verschärfte Provokation. Die Gewerkschaft verstehe dies als Kampfansage, da längere Arbeitszeiten den Auszubildenden Zukunftschancen verbauten und Arbeitsplätze vernichteten. Deshalb reagiere man nun mit einem weiteren Warnstreik vor der nächsten Verhandlungsrunde am 6. und 7. März.

Themenseiten: Business, CeBIT, Messe

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