CeBIT: Secuvoice verschlüsselt Handy-Telefonate

Hardware-Sicherheitslösung verwendet Kryptotechnik des BSI

Mit Secuvoice stellt Secusmart zur CeBIT eine Hardware-Sicherheitslösung vor, die Handytelefonate sicher verschlüsseln soll. Die Verschlüsselung des Gesprächs und Authentifizierung der Gesprächspartner übernimmt ein Kryptochip, der in eine Micro-SD-Speicherkarte integriert ist. Die modifizierte Speicherkarte wird wie eine herkömmliche Micro-SD-Karte in ein Handy der Nokia-E-Series gesteckt, das Bestandteil der Sicherheitslösung ist.

Secusmart verwendet die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) entwickelte Kryptotechnik. Die Gespräche werden auf dem kompletten Weg durchs Netz verschlüsselt übertragen und erst wieder auf dem Handy des Empfängers in klare Sprache umgewandelt.

Bei jedem Anruf kann der Benutzer per Tastendruck entscheiden, ob das Telefonat verschlüsselt geführt werden soll. Der Rufaufbau erfolgt angeblich in weniger als fünf Sekunden. Sobald die Verbindung sicher ist, färbt sich die Bildschirmanzeige des Handys rot. Zusätzlich garantiert der Austausch eines Benutzer-Zertifikats in der Rufaufbauphase, dass sich die Gesprächspartner sicher authentifizieren.

Die Akkulaufzeit des Telefons bleibt trotz der Verschlüsselung gleich, da die Kryptografie komplett auf dem Kryptochip ausgeführt wird. Angaben zum Markteinführungstermin sowie Angaben zum Preis macht der Hersteller noch nicht.

Themenseiten: Big Data, CeBIT, Datenschutz, Messe

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1 Kommentar zu CeBIT: Secuvoice verschlüsselt Handy-Telefonate

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  • Am 26. Februar 2008 um 23:19 von Sprotte

    Ist denn. . .
    … diese Lösung des "Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)" im Quellcode für jedermann/-frau zugänglich? Ist sie schon von der Sicherheitsgemeinde durchgecheckt und für gut befunden worden und ohne Hintertürchen und Haken und Ösen? Oder ist es ein Blackbox-System, bei dem ich nicht weiß, was drinnen geschieht?

    Wenn letzteres: na, da wäre ich doch mehr als schön dumm, eine Verschlüsselung zu nutzen, die mir von einem Bundesamt geliefert wird: wie sicher soll ***DIE*** denn sein?!?

    Ich sage nur "Schäuble läßt grüßen" oder wie war das noch mit dem Bock und dem Gärtner…?!?

    In der heutigen Zeit mit dieser hemmungslosen Bespitzelungs- und Datensammelwut des Staates einer solchen Stelle zu vertrauen ist genauso blauäugig wie der Mann, der vom Hochhaus fällt und beim Vorbeifallen am dritten Stockwerk freudig ausruft "toi toi toi, bisher ging ja alles gut!". . .

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