FCC will ISPs zu mehr Transparenz zwingen

Öffentliche Anhörung fällt zu Ungunsten Comcasts aus

Der Chef der Federal Communications Commission (FCC), Kevin Martin, hat sich in einer öffentlichen Anhörung dafür ausgesprochen, dass Internet-Service-Provider (ISPs) wie Comcast zu mehr Transparenz beim Netzwerk-Management gezwungen werden. In einer mehr als fünfstündigen Frage-und-Antwort-Sitzung an der Harvard Law School in Cambridge, Massachusetts, sollte Comcast seine Praktiken vor der FCC begründen. Comcast wurde zu der Anhörung gebeten, da es derzeit Uploads zu Bittorrent drosselt.

„Comcast wird eventuell auf limitierter Basis und zeitlich beschränkt bestimmten P2P-Traffic verlangsamen, wenn dieser einen nachteiligen Effekt für die Anwender hat“, hatte Comcast in einer offiziellen Ankündigung seine Kunden gewarnt. Doch Martin zufolge genügt diese Aussage nicht, um Anwender und Entwickler umfassend zu informieren. Er schlug eine zweiseitige Agenda vor. Darin steht, dass Internet-Service-Provider ihr Netzwerk-Management so transparent wie möglich gestalten müssen. Konsumenten sollen alle Dienste erhalten, für die sie bezahlen.

Comcasts Vizepräsident David Cohen fürchtet zwar keine von der FCC auferlegten Strafen, schließt aber zugleich nicht aus, dass die Regulatoren Netzwerkbetreiber künftig zwingen werden, ihre Praktiken zu ändern.

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