Experte erwartet echte künstliche Intelligenz bis 2030

Ray Kurzweil: Technischer Fortschritt wird um Faktor 32 beschleunigt

Bereits innerhalb der nächsten 30 Jahre wird künstliche Intelligenz (KI) an die menschliche heranreichen oder diese sogar übertreffen, erwartet der Computerexperte Ray Kurzweil. Im Auftrag der American Association for the Advancement of Science (AAAS) hat er in einer Rede die Zukunft der maschinellen Intelligenz skizziert, wie The Independent berichtet.

Seine Prognose leitet Kurzweil aus der Entwicklung des technischen Fortschritts ab, die im nächsten halben Jahrhundert 32-mal schneller ablaufen werde als im gesamten 20. Jahrhundert. Die Leistung von Computerchips hat sich im letzten halben Jahrhundert beispielsweise alle zwei Jahre verdoppelt.

Derzeit wird nach Kurzweils Darstellung an der Entwicklung von dreidimensionalen Chips gearbeitet, die zukünftig sogar aus biologischen Molekülen konstruiert werden können. Diese Hardware wird die nötige Leistungsfähigkeit für künstliche Intelligenz liefern, die den Fähigkeiten von Menschen gleichkommt. Kurzweil erwartet jedoch kein Horror-Szenario einer von Computern beherrschten Welt. „Es wird keine Invasion intelligenter Maschinen geben, die uns ersetzen. Maschinen erledigen schon jetzt hunderte von Dingen, die früher die Aufgaben von Menschen waren, auf dem Niveau menschlicher Intelligenz oder darüber hinaus.“

Besonders im medizinischen Bereich erwartet Kurzweil revolutionäre Fortschritte. „Krankheit und Alterung verstehen wir als Informationsprozesse und erreichen bald die Mittel, um sie umzuprogrammieren.“ Er geht davon aus, dass die Wissenschaft innerhalb von zwei Jahrzehnten in der Lage sein wird, den Fortschritt von Krankheiten und Alterung zu stoppen und umzukehren. Hoffnungen setzt Kurzweil auch in die Entwicklung von Nanobots, mikroskopisch kleinen Maschinen, die in unseren Körper eingeschleust werden könnten. Diese könnten im Gehirn direkt mit unseren biologischen Neuronen interagieren, uns klüger machen und unser Gedächtnis verbessern.

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4 Kommentare zu Experte erwartet echte künstliche Intelligenz bis 2030

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  • Am 18. Februar 2008 um 20:22 von LD

    künstliche Intelligenz bis 2030
    Ein absoluter Schwachsinn was der selbsternannte Experte dort zu Besten gibt. Einfache digitale Rechenoparationen, egal wie die zukünftigen Prozessoren auch aussehen mögen, mit menschlicher Intelligenz gleichzusetzen ist eine Beleidigung selbst für mittelmässig begabte Menschen. Von einer Intelligenz die der menschlichen auch nur nahe kommt sind wir mit Sicherheit noch ein halbes Jahrtausend entfernt, falls wir überhaupt in der Lage sind dieser jemals nahe zu kommen. Offenbar hat der werte „Experte“ überhaupt nicht den Schimmer einer Ahnung von was er redet den seine Definition der Intelligenz scheint doch eine überaus simple zu sein. Diese passt aber vollkommen zu seinen Aussagen.

    • Am 3. März 2008 um 16:29 von tutnixzursache

      AW: künstliche Intelligenz bis 2030
      naja, die Intelligenz des vorangegangenen Posts können Maschinen jetzt schon ohne Mühe übertreffen.

      Ray ist auch nicht irgendein selbsternannter Experte… auch wenn ich seine oft sehr optimistischen Zukunftsperspektiven nicht immer für realistisch halte.

      Trotzdem, solange wir gar nicht wissen, was ‚unsere‘ Intelligenz ausmacht, werden wir erst in dem Moment, wo eine Maschine oder irgendein anderes System dieser nahekommt (oder sie übetrifft) erkennen (wenn wir es denn merken!), dass es soweit ist.
      Da es auf jeden Fall etwas mit der Komplexität zu tun hat und wir technisch momentan eine immer größere handhaben können, könnte Rays Prognose realistisch sein!

    • Am 1. Dezember 2015 um 17:55 von Gerias

      Anscheinend hast du wohl keinen Schimmer von dem was der Experte sagt.
      Wenn man sich ein bisschen informieren würde, dann würdest du wissen, dass man sich Stück für Stück die Teilaufgaben eines intelligenten Systems erarbeitet.
      Google als Beispiel, korrigiert dich wenn du was falsch schreibst und in den meisten Fällen stimmt es sogar. Auch wenn sich auf eine Statistik bezogen werden sollte, ist es nicht weiter von einem intelligenten System entfernt, da auch wir uns auf Erfahrungswerte beziehen. (Btw wird dieser Algorithmus geheim gehalten)
      Genauso gut kann man eine lernfähige KI programmieren, welche zwar nicht an ein menschliches Hirn herankommt, aber wenigstens gibt es ein Struktur, die in Zukunft erweitert und somit Leistungsfähiger wird. So entsteht unter anderem ein Computer der Sprachen lernen kann.
      Das sind nur 2 Beispiele, die ich mal eben so herausgesucht habe. Was meinst du was ich finde wenn ich mich richtig mit dem Thema beschäftige?
      Also tue nicht so, als ob du ein besserer Experte als der andere Dude bist und lass solchen Scheiß sein. Am Ende sind es nämlich die Maschinen, die uns verdrängen. Immerhin können einige Maschinen mehr als wir…da fehlt nur noch die Intelligenz und ein Programmierfehler

  • Am 30. März 2017 um 15:21 von Daniel

    Mhm, 2029 sind nur noch 12 Jahre, aber 12 Jahre sind im Verhältnis zu dem Enstehen der bisherigen Ansätzen im Bereich der KI dann wieder doch eine extrem lange Zeit. Den Beginn würde ich so ca auf das Erscheinen der ersten Suchmaschine im Internet datieren. Und dann dauerte es ein Weile bis die heuristische Suchmaschine kam. Die brachte einen auf einmal wesentlich mehr Inhalte näher und dies brachte Inhalte wiederum schneller an den Man und führte zu echten Inhalten im Netz und auch den Einstieg von Firmen mit wirtschaftlichen Interessen. Dann dauerte es wieder eine Weile bis es zu dem Punkt kamm wo Internetportale die Fachhändler vor Ort in Bedrägnis brachten. Und es gab Spiele mit Ingame KI wie Max Payne..oder Alarm Stufe Rot als negatives Beispiel.
    Die Neurungen der letzten 2 Jahre dagegen sind einfach abartig, neue Übersetzungsroutinen, Sprach und Schrifterkennung. Go und Poker spielende KIs die Menschen schlagen. Selbstfahrende Autos und so weiter..dazu kommen die Quantencomputer, welche als erste Anwendungsmöglichkeit eine Effektivierung der KI in Bezug auf Lerntempo und Effizenz mit sich bringen, und wahrscheinlich auch dabei helfen werden den Bau universeller Quatencomputer in absehbarer Zeit zu ermöglichen.
    Die Clouds werden größer, die Daten werden leichter erreichbar und die Verabeitung der Daten komplexer und effizenter.
    Der Sprung in der Datenverabeitung ist nicht mehr linear und ich bin extrem gespannt was die nächsten 5 Jahre bringen. 12 Jahre? da könnte man vielleicht sogar schon damit beginnen echte KI zur Marktreife zu bringen.
    Noch ist echte Unsterblichkeit für Menschen nicht in Reichweite, aber ein Avatar der einem nach seinem Tode vertritt und dein bestehndes Vermögen dazu einsetzt deine Ziele postmortem noch umzusetzen…damit meine ich jetzt nicht mal Terroristen, sondern eher die Großkapitalisten, Milliarden schwer und scheinbar nur daran interessiert immer mehr Macht anzuhäufen. Wenn da noch eine gute Anwaltskanzelei mit drann hängt, sehe ich da kaum Probleme.
    Damit die Marktwirtschaft langfristig bestehen kann, währen allerdings auch postmortem aktive Avatare und virtuelle Welten ein Lösung für wachsende Märkte. Alternativ bricht der Binnenmarkt in den nächsten 20-30 Jahren ein und man bräuchte ein neues Finanzsystem, oder macht die Sterilisation zu einer Bedingung für eine soziale Unterstützung.
    Zum Schluß bleibt dazu eigentlich nur noch ein Zitat des toten Terry Pratchets: „Mögest du in interessanten Zeiten leben“

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