RIMs Co-Chef nennt Blackberry-Ausfall „unbedeutend“

E-Mail-System weist aber eine große Schwachstelle auf

Der Co-CEO von Research In Motion, Jim Balsillie, hat sich bezüglich des zweiten großen Ausfalls des Blackberry-Services innerhalb von zehn Monaten sehr gelassen gezeigt. Allerdings hat RIM in einer Mitteilung eingestanden, dass sein System eine Schwachstelle aufweise. Sollten daher solche Unannehmlichkeiten noch häufiger auftreten, läuft das Unternehmen Gefahr, seine Kunden zu verlieren.

Balsillie glaubt nicht, dass der jüngste Ausfall dem Ruf des Unternehmens bei den Business-Kunden geschadet hat. „Das ist jetzt Tage her und längst ein alter Hut. Außerdem hat es sich dabei nur um eine zeitweise Verzögerung von wenigen Stunden gehandelt.“ Nach nur drei Stunden sei der Service schon wiederhergestellt gewesen. Außerdem seien keine E-Mails verloren gegangen. „Anrufe sowie Text-Nachrichten sind von dem Ausfall überhaupt nicht betroffen gewesen.“

In einer Aussendung vom Dienstag hatte RIM bekannt gegeben, dass der Ausfall durch ein Problem mit dem internen Daten-Routing-System innerhalb der Blackberry-Service-Infrastruktur entstanden sei. Damit ist die Schwachstelle benannt: RIMs Service ist zentralisiert. Somit werden alle Blackberry-E-Mails durch eines von nur zwei Netzwerk-Betriebszentren geleitet. Eines davon liegt in Kanada und versorgt hauptsächlich die westliche Halbkugel und Teile Asiens. Das andere befindet sich in Großbritannien und bearbeitet den E-Mail-Verkehr von Europa, Afrika und dem mittleren Osten. Tritt in einem der Zentren ein Fehler auf, fällt gleich die Hälfte des Verkehrs aus.

Themenseiten: Business, RIM

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1 Kommentar zu RIMs Co-Chef nennt Blackberry-Ausfall „unbedeutend“

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  • Am 14. Februar 2008 um 11:59 von Leo Rechtmann

    Internes Datenrouting
    Hmm, da gab es wohl eine Panne beim Routing zum Heimatschutzministerium oder zur NSA? IOder die dortigen System hatten Probleme bei der Datenanalyse….

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