MWC: EU fordert niedrigere Preise für Daten-Roaming

Provider sollen ihre Gebühren bis Juli anpassen

Die EU will nach der Senkung der Roaming-Gebühren für Gespräche im vergangenen Jahr auch die Roaming-Preise für die mobile Datennutzung im Ausland reduzieren. Das kündigte EU-Medienkommissarin Viviane Reding auf dem Mobile World Congress (MWC, ehemals 3GSM) in Barcelona an.

Die Mobilfunkbetreiber sollen bis Anfang Juli Zeit haben, ihre Tarife von sich aus zu senken. Der Empfang von SMS und Daten dürfe im Ausland nur unwesentlich teurer sein als im Inland, sagte Reding.

Im Januar hatte die European Regulators Group eine Studie veröffentlicht, die sich mit den Daten-Roaming-Preisen beschäftigte. Demnach kostete der Empfang von 1 MByte im dritten Quartal 2007 in den EU-Ländern durchschnittlich 5,24 Euro.

Einige Carrier bieten den mobilen Datenempfang im Inland jedoch viel günstiger an. Dort kostet der Transfer von 1 GByte zum Teil weniger als 50 Euro. Einige Branchenbeobachter bezeichnen die Daten-Roaming-Margen der Mobilfunkbetreiber daher als „himmelhoch“.

Die Carrier sagen jedoch, dass es sich um einen neuen Markt handle und man die Preise bereits gekürzt habe. Vodafone teilte zudem mit, dass das Unternehmen mit dem Daten-Roaming derzeit weniger als ein Prozent des Umsatzes mache.

Themenseiten: Telekommunikation, UMTS, Vodafone

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