Telekom soll vorsätzlich Kundenbeschwerden ignoriert haben

Zehntausende Reklamationen sind angeblich unbearbeitet in "totem Briefkasten" gelandet

Die Deutsche Telekom hat in den vergangenen Monaten offenbar Zehntausende Reklamationen vorsätzlich unbearbeitet gelassen, ohne ihre Kunden darüber zu informieren. Die Kundenbetreuer hätten dabei auf Anweisung ihrer Vorgesetzten gehandelt, berichtet das Magazin „Stern“.

Ursache für die Nichtbearbeitungen sollen die Neuorganisation und der Streik im Mai 2007 gewesen sein. Da man durch den Arbeitsausfall der Flut von Beschwerden nicht mehr Herr werden konnte, sei es zu dem „systembedingten Abschluss“ gekommen. Dem Bericht zufolge landeten allein in den acht nordwestdeutschen Betreuungszentren mehrere zehntausend Reklamationen in einem „toten Briefkasten“.

„Während der Streikphase wurde zur schnellen Bearbeitung der eiligen Themen das Prinzip ‚last in first out‘ angewandt“, zitiert der Stern den für den Kundenservice zuständigen Telekom-Vorstand Thomas Berlemann. Eine Anweisung des Managements, Beschwerden abzulegen, ohne sie zu beantworten, sei ihm jedoch nicht bekannt.

Auf einer Betriebsversammlung in Bielefeld zu dem Thema „Macht mogeln müssen krank?“ sollen Mitarbeiter der Deutschen Telekom Kunden Service GmbH Nordwest schwere Vorwürfe gegen ihre Vorgesetzten erhoben haben. Nach Informationen des Sterns sahen sie sich zum Tricksen gezwungen, um die Zielvorgaben des Unternehmens zu erfüllen.

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6 Kommentare zu Telekom soll vorsätzlich Kundenbeschwerden ignoriert haben

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  • Am 6. Februar 2008 um 18:59 von De*******

    Nur beim Mahnen und Sperren des Anschlusses rekordverdächtig schnell
    Diese Meldung erklärt Einiges in meinen Streitereien mit der Telekom.

    Sie haben meine Reklamationen monatelang nicht in den Griff bekommen.

    Nur beim Mahnen und Sperren des Telefonanschlusses waren sie rekordverdächtig schnell.

    Ich werde an der Stelle, Reklamationen seien im Papierkorb gelandet, nochmal einhaken.

  • Am 6. Februar 2008 um 18:59 von De*******

    Nur beim Mahnen und Sperren des Anschlusses rekordverdächtig schnell
    Diese Meldung erklärt Einiges in meinen Streitereien mit der Telekom.

    Sie haben meine Reklamationen monatelang nicht in den Griff bekommen.

    Nur beim Mahnen und Sperren des Telefonanschlusses waren sie rekordverdächtig schnell.

    Ich werde an der Stelle, Reklamationen seien im Papierkorb gelandet, nochmal einhaken.

  • Am 6. Februar 2008 um 22:48 von Mitarbeiter

    Statistik??
    Ist doch kein Geheimniss, das die Mitarbeiter erklährt bekommen wie sie am besten arbeiten damit die "Werte$" stimmen. Wers nicht "richtig" macht wird halt dazu "gebracht".
    (Traue keiner Statistik die du nicht selbst "gemacht" hast)

  • Am 6. Februar 2008 um 23:17 von Michael

    Kundeninteressen werden auch ignoriert …
    Mich würde ein solches vorgehen nicht wundern, da die Telekom ja auch Kundeninteressen zielgerichtet ignoriert, nur weil sich sich da nicht ausreichend Gewinn davon verspricht (aber letztendlich sogar mehr Gewinn machen würde).
    Ich sage nur: DSL-Ausbau in noch unversorgten Glasfaser-gestützten Gebieten kontra VDSL-Ausbau.
    So richtig zu Ende gedacht wurde da offensichtlich nicht.

  • Am 7. Februar 2008 um 8:03 von Steffen

    Zehntausende Reklamationen vorsätzlich unbearbeitet
    Mich hat es dazu bewogen zu Kabel Deutschland zu gehen. Deren Serevice ist auch nicht viel besser, aber der Anschluss funktioniert wenigstens störungsfrei!!

    • Am 10. Februar 2008 um 15:29 von De*******

      AW: Zehntausende Reklamationen vorsätzlich unbearbeitet
      Na ja, störungsfreier Empfang von Bildern (Sendern) kann ich jedenfalls nicht bestätigen. Phasenweise ist auch mal Schnee zu sehen.

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