Kann sich Microsoft Entrepreneur bei kleinen Unternehmen durchsetzen?

Jetzt ist die lang tickende Bombe geplatzt: Microsoft steigt in den Markt für Businesssoftware für kleine Unternehmen ein. Ist "Entrepreneur" der erwartete donnernde Kanonenschlag oder lediglich knatternder Knallfrosch?

Das lag schon lange in der Luft: Mit dem Mini-ERP-Programm Entrepreneur bläst Microsoft zum Angriff auf einen lukrativen Markt, der bisher in Deutschland von Anbietern wie Datev, Sage und Lexware beherrscht wird. Beide haben schon seit Jahren betriebswirtschaftliche Software für Kleinunternehmen im Angebot und sich einen festen Kundenstamm aufgebaut.

Das britische Unternehmen Sage bietet Produkte für Unternehmen mit 1 bis 200 Mitarbeitern an und führt seit der Übernahme des deutschen Softwarespezialisten Bäurer im Jahr 2006 auch Lösungen für 150 bis 1000 Mitarbeiter. Die Lexware-Palette reicht von Geldsoftware für den privaten Nutzer bis zu kaufmännischen Paketen für Freiberufler und Handwerker.

Ausgesprochener Spezialist für ERP-Software für den Mittelstand ist Infor. Allerdings wurde das amerikanische Unternehmen erst in den vergangenen drei Jahren durch eine massive Übernahmestrategie in Europa zu einer wichtigen Größe. Auch das als Dienstleister für Steuerberater groß gewordene Nürnberger Unternehmen Datev ist mit Programmen in diesem Segment gut am Markt vertreten.

Themenseiten: IT-Business, Mittelstand, Strategien

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1 Kommentar zu Kann sich Microsoft Entrepreneur bei kleinen Unternehmen durchsetzen?

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  • Am 8. Februar 2008 um 11:58 von Der Skeptiker

    Nur unter Bedingungen
    Wenn sie die Software nicht wie bei Navision total mit Office 2007 verheiraten, dann könnte das etwas werden.

    Die Konkurrenz, allen voran Lexware, ist so innovationsträge, dass da wirklich etwas geschehen muss. Seit einem Jahrzehnt ist der Kern von Lexware z.B. unverändert geblieben. Nur die bunten Bildchen und die Wizards ändern sich.

    Mit den ganzen gesetzlichen Pflichtänderungen aus Berlin – herzlichen Dank dafür :-( – kann so der Haufe Verlag (Lexware) riesig Geld mit Miniupdates verdienen.

    Und DATEV? Die verdienen sich eh mit den ganzen Steuerberatern eine goldene Nase.

    Und Sage? Chaos!

    Zeit, dass die große MS da einmal mit dem Besen reinfährt. Zwar macht das den Monopolisten vielleicht noch größer, aber die aktuelle Erstarrung auf dem deutschen Markt ist nicht zu ertragen.

    Nur microtech macht mit seinen 100.000+ Installationen eine rühmliche Ausnahme.

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