Die wichtigsten Security-Themen 2008

Wie und vor allem vor was man sich schützen soll, bewegt IT-Verantwortliche jedes Jahr aufs Neue. Zu Jahresbeginn versuchen zahlreiche Umfragen und Studien darauf Antworten zu geben.

Die gute Nachricht zuerst: 51,3 Prozent der multinationalen Unternehmen glauben, vor Attacken besser geschützt zu sein als im Jahr zuvor, so das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der France-Telecom-Tochter Orange Business Services. Befragt wurden dazu leitende Angestellte und Entscheidungsträger von 300 Unternehmen in sieben europäischen Ländern, darunter auch Deutschland und die Schweiz. Weitere 43,6 Prozent sehen keine Veränderung, und nur 5,1 Prozent geben mehr Schwachstellen zu als vor einem Jahr. Sorgen machen sich die Befragten vor allem um Serviceausfälle durch Attacken (59,8 Prozent) und Hackerangriffe von außen (52 Prozent). Spam sehen 37,2 Prozent als ernstzunehmendes Sicherheitsproblem, die Virengefahr auf mobilen Geräten sogar 39,1 Prozent.

Zumindest das letzte Problem relativiert der Hersteller CA in seinem Sicherheitsbericht „2008 Internet Security Outlook„. Mobile Endgeräte sind für CA trotz zahlreicher Befürchtungen der Öffentlichkeit auch 2008 vergleichsweise sicher.

Der Bochumer Sicherheitsanbieter G-Data sieht bei mobilen Geräten ebenfalls keinen Bedrohungsschwerpunkt. Das Unternehmen prognostiziert für 2008 aber eine zunehmende Komplexität der bekannten Bedrohungen. Dazu zählen Wegwerftrojaner, die nur einmal zum Einsatz kommen, sowie personalisierte Spam– und Phishing-Mails. Erste Konzepte sind bereits 2007 von einigen Botnetz-Betreibern ausgiebig getestet worden, hat G-Data beobachtet.

Lösegeld-Trojaner – auch Ransomware genannt – sieht G-Data 2008 ebenfalls im Kommen. Diese Schadprogramme verschlüsseln auf infizierten Rechnern Dateien, Ordner oder ganze Festplattenpartitionen und geben diese nur gegen Zahlung eines Lösegelds frei. „Bislang führte die Kontaktaufnahme mit den Opfern früher oder später zur Identifizierung der Täter. Das Risiko stand dabei in keinem Verhältnis zur Beute. Das internationale Netz von Geldwäschern bietet hier neue Möglichkeiten“, sagt G-Data-Vorstand Dirk Hochstrate.

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