Trend Micro verklagt Barracuda

Virensoftwarehaus hat sich Scannen am Gateway schützen lassen

Trend Micro hat eine Patentklage gegen den Open-Source-Anbieter Barracuda Networks eingereicht. Barracuda habe durch die Nutzung der Open-Source-Software Clam-AV gegen das Patent 600 des Unternehmens verstoßen.

Barracuda weist die Anschuldigungen von sich. „Trend Micro legt es darauf an, durch das Patent 600 die uneingeschränkte Kontrolle über das Scannen auf Viren am Gateway zu erhalten. Doch Gateway Virus Scanning ist eine so geläufige Technologie, dass sie von den meisten Unternehmen weltweit benutzt wird. Somit könnte theoretisch jeder, und vor allem auch die mehr als eine Million Anwender von Clam AV, von Trend Micro verklagt werden“, sagt Dean Drako, Geschäftsführer von Barracuda Networks.

Barracuda konnte bisher im Vergleich zu seinen Wettbewerbern den Preis für Spam- und Virenfilter um ein Zehntel reduzieren – dank der Nutzung von Open Source. Viele der Produkte werden somit in Schulen und Bibliotheken angewendet, die sich teure, geschützte Software nicht leisten können. Würde Clam AV vom Markt genommen, so hätte das gravierende finanzielle Auswirkungen für die Anwender.

Sollte die Entscheidung in diesem Rechtsstreit zu Ungunsten von Barracuda ausfallen, so wäre das auch eine Niederlage für die Open-Source-Community. In der Vergangenheit stammten die Innovationen im Bereich Antiviren- und Antispam-Software zumeist von Open-Source-Entwicklern, nicht von den großen Security-Anbietern.

Themenseiten: Business, Trend Micro

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