Bundesagentur für Arbeit stellt auf Linux um

Wechsel soll mehr Sicherheit und niedrigere Betriebskosten bringen

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat Ende 2007 ihre rund 13.000 Internet-Informationsplätze in den Arbeitsagenturen von Windows auf freie Linux-Software umgestellt. Die Erneuerung sei erforderlich gewesen, da die vorherige Kombination aus Windows NT und Internet Explorer bei der Darstellung aktueller Medieninhalte und der Unterstützung moderner Hardware mit der technologischen Entwicklung nicht mehr Schritt halten konnte, teilte die Behörde mit.

Von Linux verspricht sich die BA unter anderem ein stabileres Betriebsverhalten, höhere Sicherheit und weitreichendere Anpassungs- und Konfigurationsmöglichkeiten. Zusammen mit den bereits seit Jahren unter Linux betriebenen Servern seiner Internet-Center (IC) ergäben sich standardisierte Automatisierungs- sowie Wartungsverfahren und damit eine Senkung der Betriebskosten. Durch den Einsatz quelloffener Software entfielen außerdem die Lizenzkosten.

Einen Selbstinformationsplatz mit Internetanschluss kann jeder Kunde im IC der 178 Arbeitsagenturen nutzen. Aufgrund des öffentlichen Zugangs besteht der BA zufolge allerdings ein hoher Anspruch an die Sicherheit. Die Linux-Plattform biete den Vorteil, dass sie nur für wenige Schadprogramme anfällig sei. Zudem seien nicht benötigte Softwarebestandteile, die zum Eindringen in das System missbraucht werden könnten, entfernt worden.

„Mit der Umstellung auf Open Source und Linux können wir auf künftige technologische Entwicklungen flexibel reagieren. Für die Zukunft steht der BA damit eine große Auswahl an potenzieller Software zur Nutzung verschiedener Internetmedien und für eine optimale Internetkommunikation der Kunden zur Verfügung“, sagte Klaus Vitt, CIO der BA.

Themenseiten: Linux, Open Source, Software

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2 Kommentare zu Bundesagentur für Arbeit stellt auf Linux um

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  • Am 23. Januar 2008 um 22:56 von Dr.Zoidberg

    Prima
    …..ja was gibt es da noch viel zu sagen. Ich finde es prima und dem Steuerzahler wird dadurch eine Menge erspart. Von dem Plus an Sicherheit gar nicht zu reden. Es bleibt nur zu hoffen, dass unsere Regierung(egal welche Farben) einen Teil der eingesparten Mittel zur Förderung von Open-Source Projekten einsetzt. So dass auch in Zukunft noch freie und innovative Software entwickelt werden kann.

    Dr.Zoidberg

    • Am 30. Januar 2008 um 7:40 von None

      AW: Prima
      Moin,

      es ist interessant, dass auf der einen Seite die eingesparten Kosten gelobt werden und auf der anderen eine (teilweise) Verwendung der frei gewordenen Mittel für die Förderung dieser Software gewünscht wird.

      Wo ist dann der Unterschied zu kommerzieller Software (, welche ggf. mit Rabatt verkauft wird) ?

      Gruß,

      None

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