Umsatz des Speicherherstellers Qimonda bricht weiter ein

Preisverfall bei Standard-DRAMs wirkt sich aus

Qimonda hat die Ergebnisse für das am 31. Dezember abgelaufene erste Quartal des Geschäftsjahres 2008 bekannt gegeben. Mit 513 Millionen Euro liegt der Umsatz 28 Prozent unter dem des vorangegangenen Quartals und sogar 56 Prozent unter dem des Vergleichsquartals des Vorjahres. Auch mit dem Gewinn ging es deutlich abwärts: Im jetzt abgeschlossenen ersten Quartal des Geschäftsjahres 2008 fehlen unter dem Strich 589 Millionen Euro, mehr als doppelt so viel wie im vorangegangenen Quartal (265 Millionen Euro).

„Während des abgelaufenen Quartals fielen die Preise für Standard-DRAMs
weiter um über 40 Prozent; dies war einer der stärksten Preisrückgänge in einem Dezember-Quartal“, sagte Kin Wah Loh, Vorstandsvorsitzender der Qimonda AG. Aber auch der schwache Dollar sei mit verantwortlich für den in Euro ausgewiesenen Umsatzrückgang, denn immerhin ein Drittel seines Umsatzes erziele Qimonda in Nordamerika.

Um die Talsohle zu überwinden, will Qimonda die in Bit gemessene Quantität der Produktion im Geschäftsjahr 2008 um 30 bis 40 Prozent steigern. Gleichzeitig will Qimonda den Abbau der 200-Millimeter-Kapazitäten beschleunigen, der jedoch teilweise mittels Produktivitätssteigerungen durch die Umstellung auf Technologien mit Strukturbreiten von 80 und 75 Nanometer ausgeglichen werden soll. Angesichts der niedrigen DRAM-Preise überprüft Qimonda derzeit auch die Kapazitätsvereinbarungen mit Fertigungspartnern, und der Bau einer neuen 300-Millimeter-Produktionsstätte in Singapur wird verschoben, bis sich die Marktbedingungen verbessern.

Große Hoffnungen ruhen aber auch auf dem im Herbst vergangenen Jahres zusammen mit Sony gegründeten Joint Venture Qreatic Design mit Sitz in Tokio. Es soll kostengünstig neue Speicherchips für Handys, Digitalkameras und andere Elektronikgeräte entwerfen.

Themenseiten: Business, Prozessoren, Qimonda

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