My SQL sichert sich einen Platz an der Sonne

Sun will für rund eine Milliarde Dollar mit My SQL die am weitesten verbreitete Open-Source-Datenbank kaufen. Einiges spricht dafür, dass von dem Deal sogar die Open-Source-Gemeinde profitiert.

Bevor es zu einem lange erwarteten Börsengang kam, hat jetzt Sun für rund eine Milliarde Dollar das schwedische Datenbankunternehmen My SQL übernommen. Dass sich die My-SQL-Bosse angesichts dieses Preises freuen, ist mehr als verständlich – zumal in jüngster Zeit sonst nicht alles nach Wunsch lief. Besonders herb war der Verlust von Max DB. Damit hat SAP den My-SQL-Technikern nicht nur einen wichtigen Wachstumsweg in Richtung Unternehmensdatenbank weggenommen, sondern auch signalisiert, dass Max DB bei My SQL so gut nun doch wieder nicht aufgehoben sei.

Dieser Schlag war umso herber, als My SQL über Jahre hinweg hart daran gearbeitet hatte, sich mit Features wie Trigger, Stored Procedures, Clustering und mehr im Enterprise-Umfeld zu positionieren. Tatsächlich hat das Unternehmen wenig Geld mit den Millionen von Open-Source-Downloads und dafür umso mehr Umsatz mit Unternehmenskunden gemacht, die eine OEM-Version der Datenbank in ihre Produkte eingebaut haben.

In den jüngeren Statements hat sich das Unternehmen aber wieder auf seine Internet-Wurzeln besonnen. Es tat das nicht zuletzt, weil ihm der Web-2.0-Rummel und erfolgreiche Sites wie Google, Yahoo, Youtube und Facebook auch mit dem Service für GPL-Datenbanken reichlich Geld in die Kassen spülten – so zumindest die Firmenleitung. Vielleicht hat sich aber hier bereits eine Braut für den erhofften Hochzeiter hübsch gemacht und schön geredet.

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