Navigon bietet seine drei verschiedenen Produktserien wohl in der Hoffnung an, dass eine davon den Bedürfnissen der Kunden auf jeden Fall entsprechen wird. Für Fans von technischen Spielereien und GPS-Enthusiasten gibt es den Navigon 7100 mit seinen erweiterten Features. Der Navigon 5100 stellt eher den Mittelweg für durchschnittlich Benutzer dar. Für GPS-Anfänger gibt es den Navigon 2100, mit dem sich dieser Test befasst.

Das Einstiegsgerät hat einen attraktiven Preis von 199 Euro und bietet die Ansage aktueller Straßennamen, was man in diesem Preissegment nicht allzu häufig findet. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, weitere Funktionen nachzurüsten. Wer mit dem GPS-Gerät vertrauter geworden ist, kann auch aktuelle Verkehrsmeldungen und eine verbesserte Suche nach Points of Interest (POI) nutzen.

Die träge Performance und die ineffiziente Routenneuberechnung sind jedoch eine Enttäuschung. Die Benutzeroberfläche wirkt darüber hinaus verwirrend und unnötig kompliziert.

Design

Der Navigon 2100 ist eine abgespeckte Version des Navigon 5100 beziehungsweise 7100. Er hat die gleiche schicke schwarze Oberfläche wie die beiden anderen Geräte. Mit 10 Zentimetern Breite, 8 Zentimetern Höhe und 2 Zentimetern Dicke sowie einem Gewicht von 160 Gramm ist er aber eindeutig kleiner. Dadurch kann er leicht von einem Fahrzeug ins andere mitgenommen werden. Er ist sogar kompakt genug, um sich von ihm als Fußgänger oder Fahrradfahrer navigieren zu lassen.

Obwohl der 2100 so klein ist, hat Navigon es geschafft, einen standardmäßigen 3,5-Zoll-Touchscreen unterzubringen. Karten und Text werden scharf und lebhaft dargestellt. Das Display kann im Test bei wechselnden Lichtverhältnissen gut abgelesen werden, auch bei hellem Sonnenlicht. Die Bildschirmtastatur ist etwas zu gedrängt, als dass man schnell und leicht Adressen eingeben könnte. Leider wird auch kein Stift mitgeliefert, um die Sache zu erleichtern. Darüber hinaus bremst die träge Performance des Geräts noch die Adresseneingabe.

Die Benutzeroberfläche ist recht einfach zu bedienen, auch wenn sie nicht so intuitiv funktioniert wie bei anderen Geräten. Die Hauptmenüseite zeigt fünf Optionen: Routenplanung, persönliche Ziele, Nachhauseweg, Kartenanzeige und Einstellungen. Doch wie schon bei den Tests anderer Navigon-Produkte kann es etwas verwirrend und mühsam werden, wenn man tiefer in die Menüs vordringt. Nicht allen Symbolen auf dem Kartenbildschirm lässt sich eindeutig eine Funktion zuordnen. Es empfiehlt sich also, das Handbuch durchzulesen oder sich eingehend mit den Funktionen des Geräts vertraut zu machen, bevor man sich zum ersten Mal damit auf den Weg macht.

Ansonsten ist das Design des 2100 minimalistisch. Auf der Oberseite des Gerätes befinden sich die Ein-Aus-Taste und eine Buchse für die externe Antenne. Der SD-Erweiterungssteckplatz ist auf der rechten Seite. Die linke Seite beherbergt den Resetknopf. An der Unterkante sitzt schließlich der Mini-USB-Anschluss.

Zum Lieferumfang des Navigon 2100 gehören ein Autoladegerät, eine Fahrzeughalterung (für Windschutzscheibe und Armaturenbrett) sowie eine SD-Karte mit vorinstallierten Karten für Deutschland, Österreich und die Schweiz sowie Referenzmaterial. Wohl oder übel liegt dem 2100 nicht die modern aussehende Windschutzscheibenhalterung des Navigon 5100 oder 7100 bei. Stattdessen erhält man ein durchschnittlicheres Zubehör, das aber immerhin das Gerät sicher fixiert.

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