Navigationssoftware fürs Handy: Onboard oder Offboard?

Zum Navigieren mit dem Mobiltelefon braucht es nur ein GPS-Handy oder eine GPS-Maus und Navigationssoftware. Bleibt nur die Frage, ob die Karten auf dem Handy gespeichert oder ständig nachgeladen werden sollen. ZDNet hat die Antwort.

Es gibt zwei Konzepte für Handy-Navigationssysteme: Onboard- und Offboard-Lösungen. Bei den Onboard-Navigatoren liegen die Kartendaten im Gerät selbst beziehungsweise auf einer Speicherkarte, auf die das GPS-System zugreift. Offboard-Lösungen dagegen holen sich das Kartenmaterial per Funk über einen Server. Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Straßenkarten sind immer auf dem aktuellen Stand, und das Lotsensystem braucht weniger Speicherplatz auf dem Handy. Doch um sich eine Route anzeigen zu lassen, müssen die Daten aufs Mobiltelefon gelangen.

Die Übertragung lassen sich die Netzbetreiber bezahlen – in der Regel kostet sie aber nur wenige Cent. Pro Berechnung beziehungsweise Neukalkulation der Route kann man mit etwa ein bis zwei Kilobyte pro Kilometer rechnen. Diese Faustformel gilt aber nur für Stadtfahrten. Ein Megabyte kostet derzeit etwa 24 Cent, je nach Anbieter.

Typische Offboard-Systeme heißen T-Navigate von T-Mobile oder Vodafone Navigator von Vodafone. Aber auch der Active Pilot von Falk hat sein Kartenmaterial auf einem Server liegen. Ein Offboard-System ist eher für Gelegenheitsfahrer angebracht. Wer nur für wenige Fahrten pro Monat eine Navigationsfunktion braucht, ist mit einem Offboard-System wie dem Falk Active Pilot gut bedient. Pro Route bezahlt man 99 Cent. Bei Vodafone und T-Mobile muss sich der Nutzer vertraglich binden, er zahlt pro Monat fünf Euro. Bei T-Mobile sind die Datenübertragungsgebühren in diesem Betrag bereits enthalten, Vodafone berechnet sie zusätzlich.

Bei den Onboard-Lösungen entfallen die Übertragungsgebühren. Da die Karten in diesem Fall bereits komplett auf dem Handy liegen, kann man beliebig viele Fahrten durchführen, ohne extra bezahlen zu müssen. Die Kosten für die Landkarten werden bereits beim Kauf der Karte abgegolten. Nachteil: Die Informationen veralten.

Garmin bietet beispielsweise die Onboard-Navigationslösung Garmin Mobile XT mit Karten für Deutschland, Österreich, die Schweiz und Tschechien für 99 Euro beziehungsweise 33 Länder in West- und Osteuropa für 149 Euro an. Navigon verlangt für seinen Mobile Navigator 99 Euro, der Kartensatz enthält 38 europäische Länder.

Themenseiten: GPS, Mobil, Mobile

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