Sammelklage gegen IBM wegen Umweltverschmutzung

Ehemaliges Werk soll giftige Chemikalien freigesetzt haben

Eine Gruppe von Anwälten hat eine Sammelklage gegen IBM eingereicht. Sie werfen dem zweitgrößten Computerhersteller der Welt einen zu laschen Umgang mit Umweltschäden vor, die durch ein ehemaliges IBM-Werk hervorgerufen worden seien.

Mehrere Anwohner der Städte Edicott und Union im US-Bundesstaat New York behaupten, dass ihre Kinder angeborene Herzfehler hätten und überdurchschnittlich viele Erwachsene an Nierenschäden litten. Die Kläger führen die Gesundheitsschäden auf eine Produktionsstätte zurück, die IBM dort von 1924 bis 2000 betrieben hatte.

Das Werk soll Trichlorethylen (TCE) und andere giftige Chemikalien in erheblichen Mengen ungefiltert freigesetzt haben. „Eine permanente Giftwolke hat damals Pflanzen, Tiere und Menschen nachhaltig vergiftet“, heißt es in der Klageschrift, in der die Anwälte als Beweismaterial Krankheiten und sogar Todesfälle anführen.

IBM weist alle Anschuldigungen als weder wissenschaftlich noch rechtlich haltbar zurück. „Wir haben den Anwälten schon vorher mitgeteilt, dass wir hier keine Schuld tragen. Wir werden diese Position auch mit allen Mitteln vor Gericht verteidigen“, sagte IBM-Sprecher Michael Malloney.

Das umstrittene Werk war eine der ersten IBM-Produktionsstätten. Dort wurden unter anderen Schreibmaschinen, Mainframes, Motherboards und integrierte Schaltkreise hergestellt.

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