Engländer lädt für 37.000 Euro Fernsehshows herunter

Fabrikarbeiter hatte das Handy als PC-Modem genutzt

Ein Fabrikarbeiter aus der englischen Grafschaft Durham hat eine Handyrechnung über 27.000 Pfund (etwa 36.900 Euro) zugeschickt bekommen. Der Engländer mit Namen Ian Simpson hatte sein Handy als Modem für den PC eingesetzt und vier Musikalben sowie zwischen 20 und 30 Fernsehshows heruntergeladen.

Die Downloads kosteten den Mann je nach Zeitpunkt des Web-Zugriffs bis zu 18 Pfund pro Minute. Dabei nutzte Simpson einen Vodafone-Tarif zu einem Grundpreis von 41,50 Pfund (56,70 Euro). Laut der Zeitung „Northern Echo“ wird er nun voraussichtlich Insolvenz anmelden müssen.

Vodafone hatte Simpsons Verbindung nach den getätigten Downloads sogar noch gekappt. Ein Sprecher teilte mit, der genutzte Dienst enthalte 120 MByte an kostenlosen Downloads. Das entspricht weniger als einer Musik-CD. „Wir empfehlen, niemals ein Handy als PC-Modem einzusetzen.“

In einem ähnlichen Fall war kürzlich ein Arbeiter in einem kanadischen Ölfeld durch eine Handyrechnung in Höhe von 85.000 kanadischen Dollar (59.500 Euro) überrascht worden. Der Mann namens Piotr Staniaszek hatte ebenfalls sein Handy als Modem genutzt, da er glaubte, in seinem Tarif sei eine Datenflatrate enthalten. Sein Provider, Bell Canada, erließ ihm schließlich 96 Prozent der Kosten.

Themenseiten: Telekommunikation, Vodafone

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Neueste Kommentare 

5 Kommentare zu Engländer lädt für 37.000 Euro Fernsehshows herunter

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  • Am 27. Dezember 2007 um 19:27 von Dr. Leonard

    Das ist doch unlauter!
    Klar – der Mann ist nicht wirklich clever gewesen. Hat nicht darüber nachgedacht. Aber mal ehrlich: Wer von uns kann diesem tarif-Wirrwar wirklich folgen?

    Ich finde es einfach nur unverschämt, wenn Anbieter das technische Unverständnis der Menschen zu Profitzwecken ausnutzen!

    • Am 28. Dezember 2007 um 6:18 von Gustav Grewe

      AW: Das ist doch unlauter!
      Ich finde es völlig richtig, wenn in diesem Land bestimmte Menschen für ihre bodenlose Dummheit gerade stehen müssen. Es handelte sich in diesem Fall nicht um eine im Kleingedruckten verborgene Falle.
      Wer das Gehirn nicht nutzt, wird nach Darwins Regeln aussortiert.

      • Am 28. Dezember 2007 um 10:09 von H.D.Jastrob

        AW: AW: Das ist doch unlauter!
        Richtiger wäre es doch, wenn man auf Fehler aufmerksam gemacht wird; hier zum Beispiel, wenn ein Gebührenzähler sichtbar mitlaufen würde.
        H.D.Jastrob

      • Am 28. Dezember 2007 um 10:29 von Samuel Leonard

        AW: AW: Das ist doch unlauter!
        Das hat nicht immer etwas mit Dummheit zu tun. Ich nehme an, Sie selbst können auch nicht mal so auf die Schnelle ausrechnen, welchen Betrag Sie für 2 Stunden Online-Zeit via Handy bezahlen müssen…

        Es ist doch alles extra derart kompliziert aufgebaut, DAMIT eben keiner so einfach den Überblick behält und eben diese Kosten produziert. Darauf baut ja das Unternehmen, welches derartige Verträge ausarbeitet.

        Die Werbeversprechen dieser Anbieter suggerieren ganz klar eine Freiheit, die letztlich in extremen Kosten für den Verbraucher enden. Gezielt und vorsätzlich, wird der Verbraucher hier hinters Licht geführt!

        Grüße
        S.Leonard

  • Am 3. Januar 2008 um 12:42 von M. Schulz

    Handy-Rechnungen
    Der ganze Abrechnungsmodus beim Handy muss überarbeitet werden. Ich habe gerade in der Weihnachtszeit einige MMS verschickt einige sind nicht angekommen, ob die nicht berechnet wurden/werden konnte mir mein Betreiber nicht sagen. Man erhält überall Quittungen für alles nur beim Handy ist das noch schwammig.

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