Surfen mit Lichtgeschwindigkeit: Alles über 100-MBit-Zugänge

In Köln und München können Privatkunden schon heute mit 100 MBit/s im Internet surfen - zu Preisen auf ADSL-2+-Niveau. Basis ist eine neue Glasfaser-Infrastruktur bis in die Gebäude. ZDNet erklärt die dahinterliegende Technik.

Was vor wenigen Jahren noch Utopie war, ist inzwischen in Hamburg, Köln und München Realität: Internetzugänge mit 100 MBit/s für Privatkunden. Den großen Geschwindigkeitsschritt macht die Einführung neuer Technik möglich: Erstmals führen Glasfaserleitungen bis in die Häuser.

Mit Kupferleitungen, die seit Jahrzehnten bis in jedes Gebäude verlegt sind, gibt es ein Problem: Mit zunehmender Länge erweisen sie sich aufgrund von Dämpfungseffekten immer mehr als Datenautobahn statt als zum Datenfeldweg. Höhere Geschwindigkeiten bringt nur eine Verkürzung der Kupferstrecke.

VDSL der Deutschen Telekom setzt dieses Prinzip um: Die für den Betrieb notwendigen DSLAMs (Digital Subscriber Line Access Multiplexer), sozusagen die Gegenstelle des heimischen Modems, sitzen nicht wie bei ADSL und ADSL 2+ in den Vermittlungsstellen, sondern in den näher an den Gebäuden positionierten Kabelverzweigern. Diese sind an die Vermittlungsstellen per Glasfaser angebunden.

Aufgrund der verkürzten Kupferstrecke ist die Telekom derzeit in der Lage, Endkundenanschlüsse mit bis zu 50 MBit/s Downstream und 10 MBit/s Upstream anzubieten. Zum Vergleich: ADSL 2+ bietet Datenübertragungsraten von maximal 20 MBit/s. Gängig sind 16 MBit/s, wovon in der Praxis meist oft nur gut 10 MBit/s übrig bleiben.

Die Verlegung von Glasfaserleitungen bis in die Nähe von Gebäuden wird als Fibre To The Node (FTTN) bezeichnet. Der Vorteil des Verfahrens ist, dass es keinen kostspieligen Rollout von Glasfasern bis in jedes Haus braucht. Trotzdem gehen einige Provider diesen Weg.

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