Linke-Vorsitzende zieht Wikipedia-Anzeige zurück

Beanstandetes Material wurde aus Enzyklopädie entfernt

Katina Schubert, stellvertretende Parteivorsitzende von „Die Linke“, hat ihre Anzeige gegen Wikipedia zurückgezogen. Eine Strafanzeige sei „offenbar“ der falsche Weg, schreibt Schubert heute auf der Partei-Website. Sie freue sich, dass eine Auseinandersetzung begonnen habe.

Schubert hatte gestern Wikipedia angezeigt, da die Online-Enzyklopädie über das nötige Maß hinaus Hakenkreuze präsentiere. Laut der Politikerin wurden inzwischen alle von ihr beanstandeten Symbole der Hitler-Jugend bis auf eines aus Wikipedia entfernt. Schubert wies darauf hin, dass bei Wikipedia zu dokumentarischen Zwecken eingestellte Materialien heruntergeladen und zweckentfremdet werden könnten.

Ihre Forderung hält die Politikerin jedoch aufrecht: „Es bedarf im Bereich der Online-Kommunikation genauso wie im Pressewesen einer Art Ehrenkodex, der antisemitische, rassistische, sexistische und rechtsextremistische Positionen ausschließt.“ Dieses Ziel hatte sie auch als Grund ihrer gestrigen Anzeige angegeben.

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4 Kommentare zu Linke-Vorsitzende zieht Wikipedia-Anzeige zurück

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  • Am 7. Dezember 2007 um 17:29 von Günter Frhr. v. Gravenreuth

    Die Partei, die Partei hat (doch nicht) immer Recht?
    http://www.youtube.com/watch?v=OPNin0-dLVE&feature=related

    mit freundlichen Grüßen

    Günter Frhr. v. Gravenreuth

    • Am 7. Dezember 2007 um 19:58 von Darkwing

      Merkwürdig
      Ich dachte, Sie sitzen im Knast?
      Noch nicht eingerückt?
      Hier schon mal ein Video:

      http://www.youtube.com/watch?v=LxE0yv14YT0

      Und immer dran denken: in der Dusche nicht die Seife fallen lassen!

      :-)

  • Am 8. Dezember 2007 um 12:33 von Axxis

    Verzichte dankend
    Liebe Frau Schubert,
    besten Dank für Ihre Bemühungen zur Stärkung des Antifaschismus. Leider werden sie nicht benötigt. Die diesbezüglichen Aktivitäten der Vorgängerorganisation Ihrer Linken, die uns den "Antifaschistischen Scutzwall beschert haben, waren doch deutlich zu insuffizient.
    In diesem Zusammenhang ist C.A. Gebauer zu zitieren: "Wer (anonyme) Politiker und (anonyme) Beamte ermächtigt, mit Gewalt deren Ordungs- und Gerechtigkeitsvorstellungen notfalls auch gegen sich selbst durchzuetzen, der entmachtet sich selbst als Einflußfaktor auf die Welt. Und – nach aller Erfahrung: Das hat sich noch immer SOZIAL GERÄCHT."

  • Am 19. September 2008 um 11:16 von Dieter Uhl

    Anzeige gegen Wikipedia
    Engstirnigkeit ist keine Lösung. Mißbrauchen läßt sich alles. Wikipedia jedoch hat informative Motive, wer das unterläuft, wie diese Frau von der Links-Partei, muß noch drastisch dazulernen, bevor sie tauglich wäre für die Politik!

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