Wie Hacker über Facebook an Unternehmensdaten kommen

Die Nutzer von Plattformen wie Facebook oder Myspace präsentieren ihr Leben wie ein offenes Buch. Sie riskieren, Opfer von Identitätsdiebstahl oder Wirtschaftsspionage zu werden. ZDNet erläutert Gefahren und Gegenmaßnahmen.

Bei der Schlacht um die Wahl des künftigen US-Präsidenten im nächsten Jahr mischt auch das Web 2.0 kräftig mit. Bereits im Juli dieses Jahres präsentierten sich die Kandidaten auf der Plattform Youtube. Auf dem Business-Kontaktnetzwerk Linkedin mit über 15 Millionen Mitgliedern geht es noch deutlich professioneller zu.

Die drei aussichtsreichsten US-Präsidentschaftskandidaten – Rudy Giuliani, Hillary Clinton und Barack Obama – haben bei Linkedin ihre Profile veröffentlicht. Die Anwärter stellen ihre politische Laufbahn dar und suchen den weltweiten Kontakt zu Entscheidungsträgern aus allen Bereichen der Wirtschaft.

Derartige Kampagnen verdeutlichen, dass Social Networking neben privaten Zielgruppen auch die Ebene der Politik und Wirtschaft erreicht hat. Man darf gespannt sein, wie das deutsche Pendant zu Linkedin, Xing.com, auf diesen Trend reagiert, das öffentliche Leben immer mehr in die Aktivitäten der Plattform einzubinden.

Das Engagement, oder besser, die Blauäugigkeit der Nutzer wirkt sich aber auch auf die Sicherheit ihrer Daten aus. Laut den Sicherheitsspezialisten von Sophos geben erstaunlich viele der bei Facebook registrierten Anwender anderen Mitgliedern der Community bereitwillig jede erdenkliche Information preis, etwa E-Mail-Adresse, Geburtsdatum oder Telefonnummer.

Der virtuelle Testlauf mit Hilfe eines von Sophos erfundenen Nutzers namens „Freddie“ ergab, dass fast die Hälfte der bei Facebook registrierten Nutzer auf Anfrage persönliche Informationen mitteilten. Drei Viertel aller untersuchten Accounts gab mindestens die E-Mail Adresse an. Bei 84 Prozent aller untersuchten Accounts ließ sich das Geburtsdatum ablesen. 78 Prozent gaben ihre derzeitige Anschrift oder den Wohnort preis. 87 Prozent beschrieben „Freddie“ sogar ausführlich ihre schulische Ausbildung und Informationen zum Arbeitsplatz. Jeder vierte Nutzer listete dort sein aktuelles Instant-Messaging-Profil auf.

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