Investor bietet SCO angeblich 36 Millionen Dollar

York Capital Management will das Unix-Geschäft der insolventen Gruppe übernehmen

Die Mitte September in Insolvenz gegangene SCO Group hat offenbar einen Investor für ihr Unix-Geschäft gefunden. York Capital Management wolle über seine neu gegründete Tochter JGD Management insgesamt bis zu 36 Millionen Dollar investieren, berichtet die Open-Source-Informationsseite Groklaw.

Das Angebot (PDF) setzt sich Groklaw zufolge aus mehreren Teilen zusammen: Allein 10 Millionen Dollar sollen als Kredit zum Ausgleich für ausstehende Gerichtskosten bereitgestellt werden. Weitere 10 Millionen erhält SCO in bar. Sollte SCO die laufenden Verfahren gewinnen, werden nochmals 10 Millionen für die Überschreibung der Unix-Rechte fällig. Im juristischen Erfolgsfall fordert der Investor im Gegenzug eine 20-prozentige Beteiligung an den Einnahmen aus den Prozessen.

Für die Lizenzrechte des SCO-Tochterunternehmens Me will York Capital Management 6 Millionen Dollar zahlen, falls sich ein Abnehmer für die Me-Produkte findet. Darüber hinaus verpflichtet sich SCO zur Zahlung von Erfolgsprämien und zusätzlichen Gebühren, wenn das Angebot vom Konkursgericht akzeptiert wird. Im Falle einer Ablehnung kassiert York Capital Management knapp 800.000 Dollar.

Nach dem gescheiterten Unix-Urheberrechtsprozess gegen Novell hatte SCO Mitte September einen Antrag auf Reorganisation gemäß Chapter 11 des US-Insolvenzgesetzes gestellt. Novell verlangt inklusive Zinsen bis zu 30 Millionen Dollar Lizenzgebühren.

Themenseiten: Business, SCO Group

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