Modifizierte Iphones nach Update funktionsunfähig

Apple zeigt kein Verständnis für Hacker

Apple hat seine Warnung von vergangener Woche in die Tat umgesetzt: Von Iphone-Tüftlern modifizierte Geräte sind nach einem Software-Update am Wochenende großteils unbrauchbar geworden. Wütenden Anwenderberichten zufolge lassen sich die Geräte nach dem Update gerade noch aus- und einschalten. Auch der rechtmäßige Betrieb mit der Original-SIM-Karte von AT&T soll nicht mehr möglich sein.

Der Konzern zeigt für die sogenannten Iphone-Hacks kein Verständnis. „Wenn der Schaden wegen der Verwendung von nicht autorisierten Software-Applikationen auf dem Iphone entstanden ist, sollte man sich ein neues Gerät kaufen“, so der Kommentar der Apple-Sprecherin Jennifer Bowcock. Sie wies erneut darauf hin, dass man durch das Modifizieren der Iphone-Software jegliche Garantieansprüche verliere. Auf den Vorwurf, dass die Geräte bis zum besagten Software-Update durch Apple einwandfrei funktionierten, ging sie nicht weiter ein.

Aber auch in Deutschland muss der Konzern mit Ärger rechnen. Wie die Gruppe Iphone Dev Team gegenüber dem Online-Magazin Focus angekündigt hat, soll auch die deutsche Ausgabe des Handys geknackt werden, um das Gerät in anderen Mobilfunknetzen als bei T-Mobile benutzen zu können. Inwiefern die Pläne nach dem jetzt bekannt gewordenen Vorgehen von Apple erschwert werden, bleibt dahingestellt. Bei Apple Deutschland will man sich vor dem offiziellen Deutschland-Start am 9. November jedenfalls nicht äußern. Die derzeitigen Diskussionen seien für das eigene Image kein Problem, so Apple-Sprecher Georg Albrecht.

Themenseiten: Apple, Hardware, Mobile, iPhone

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12 Kommentare zu Modifizierte Iphones nach Update funktionsunfähig

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  • Am 1. Oktober 2007 um 17:50 von Lutz

    Basteleien sollten lieber unterlassen werden
    wer sein Gerät absichtlich verändert soll nicht auf die Nachsicht der Hersteller hoffen, Wenn jeder Hack von Apple beachtet werden soll wird der Support bald nicht mehr möglich sein. Manchmal ist Geduld die Einzige Tugend. Die Freischaltung der iPhones durch AT&T oder Apple ist doch sicher nur eine Frage der Zeit. Der Markt ist größer als der mit den derzeitigen Nutzerbestimmungen des iPhone erreichbare – daher wird Apple über kurz oder lang hierauf reagieren.
    Wie gesagt wer das Handy selber verändert muss auch die Konsequenzen tragen – das ist so voll in Ordnung,

    • Am 1. Oktober 2007 um 18:54 von John Appleseed

      AW: Basteleien sollten lieber unterlassen werden
      Quatsch. Software ist von ihrer Natur her veränder- und austauschbar. Es gibt keinen Grund warum diese Hacks das Gerät permanent lahm legen sollten!! Außer man legt es, wie Apple, darauf an. Fehlerhafte Software gibt es schließlich überall, und nicht nur auf dem iPhone und muss man sich deshalb ständig einen neuen Rechner kaufen???

  • Am 1. Oktober 2007 um 19:01 von SIEBERT-Service

    Wo ist da der Unterschied?
    Microsoft bekam die Quittung der EU für seine marktdominierende Rolle und der Bevormundung. Das ist zwar noch nicht ausgestanden, aber wenn man Gleiches mit Gleichem betrachtet könnte man hier auch etwas konstruieren.
    Man kann unterschiedlicher Meinung sein und entscheiden, was man will. Wenn ich aber für Hardware zahle, dann geht diese in meinen Besitz über. Wieso bin ich dann softwareseitig gebunden? Ich bin kein Freund von Hacker. Aber wenn der Kauf mit derartigen Auflagen verbunden ist, lasse ich es. Die Firma Apple ist nicht besser als Microsoft. Allerdings mit "nach Update funktionsunfähig" hat man eine entscheidene Grenze überschritten. Damit ist Apple für mich wesentlich zu weit gegangen. Ich hoffe Apple bekommt die verdiente Quittung.

  • Am 1. Oktober 2007 um 20:45 von Christian Schuglitsch

    Dumb Phones ade, mit OpenMoko werden Telefone smart :-)
    Mal davon abgesehen, dass es blödsinnig ist, sich ein DumbPhone zu kaufen und sich hinterher zu beklagen, dass es nicht die erhofte Software für das Gerät gibt, hat Apple mit der bewussten Zerstörung von Geräten seinem Ruf als das schlimmere Microsoft alle Ehre gemacht.

    Apple kommt mir vor wie die berühmte beleidigte Leberwurst. Dass man keinen Support für Softwareprobleme aufgrund eigenmächtiger Veränderungen leisten möchte, ist ja noch normal, aber dass man aus purem Jähzorn Genugtuung empfindet, den Kunden, die wohl auch etwas leichtfertig das Hackertool dankend angenommen haben, die Geräte unbrauchbar zu machen, findet überhaupt keine passende Schublade – selbst die unterste nicht.

    Mit OpenMoko werden Telefone wie das FIC Neo 1973 umfassend modifizierbar. wie man es von seiner PC-Software gewohnt ist. Außerdem kann man mit den Menschen hinter dem Projekt nett chatten und kann jede Idee für neue Software loswerden.

    Selbst wenn die Software noch einige Jahre zur Reife benötigt, finde ich mich im Kreise normal tickernder Menschen besser aufgehoben.

  • Am 2. Oktober 2007 um 8:29 von Kai Möller

    Der Lack ist ab
    Ich verstehe schon lange nicht mehr, warum Apple eine Fangemeinde hat, während Microsoft konstant am Pranger steht. Die Methoden und Resultate sind identisch: Abschotten des Marktes durch Einsetzen proprietärer Standards werden bei MS seit zehn Jahren verteufelt, Apple mit seinem iPod, der nichts anderes tut, wurde hochgelobt, das Gerät zum Kultobjekt. Mit dem iPhone versucht man nun dasselbe durch Kopplung an einen Anbieter, die Story mit den Preissenkungen und das damit verbundene Auslachen der Early-Adopter setzt dem ganzen die Krone auf. Von den Qualitätsproblemen haben wir noch gar nicht gesprochen. Mag sein, dass Apple in seiner Nische vor zehn Jahren mal cool waren. Inzwischen sind sie im reinen Kapitalismus angekommen – die Kultmarke wird gerade verramscht.

  • Am 2. Oktober 2007 um 9:05 von Stefan

    Völlig unverständlich …
    Manchmal sind die Reaktionen der Leute absolut nicht nachvollziehbar:
    1.) iPhone ist zum Verkaufsstart SIM-locked. Dies ist keine Gehässigkeit von Apple, sondern hat einzig und allein kaufmännische Gründe. Außerdem gibt es tausende anderer SIM-locked Handies am Markt, über die sich kein Mensch aufregt …
    2.) Wenn jemand an seinem Computer im Betriebssystem herumfummelt und der Rechner dann nach dem nächsten offiziellen Update nicht mehr läuft, wer ist dann der Verursacher?

    • Am 2. Oktober 2007 um 9:30 von birne

      AW: Völlig unverständlich …
      zu 1. die werden auch oft mit diversen tools entsperrt aber bei denen hab ich noch nix davon gehört, dass diese nach nem firmware-update lahmgelegt werden.
      zu 2. da habe ich die möglichkeit, das betriebsystem einfach neu zu installieren und gut ist. außerdem hatte ich noch nie einen solchen, egal welche software ich installiert habe.

    • Am 2. Oktober 2007 um 9:32 von Marc

      AW: völlig unverständlich …
      Da muss ich dir voll recht geben. Keiner ist gezwungen iPhones zu dem Preis zu kaufen. Wer es sich nicht mit der Vertragsbindung leisten kann – und das sind wohl die meisten – sollte sich eben ein anderes kaufen. Oder eben warten, bis die Konditionen sich geändert haben. Man eben nicht alles immer sofort haben und dann die "böse Firma" dafür verantwortlich machen.

  • Am 2. Oktober 2007 um 10:16 von Kai Möller

    Apple ist im Recht,….
    Natürlich sind Apple formal völlig im Recht. Sie können ihre Produkte, Preise und Zugangsbedingungen frei gestalten. Der Verbraucher hat aber das Recht, Apple nicht mehr als einen der ‚guten‘ und ‚kultigen‘ wahrzunehmen und seine Kaufentscheidung pragmatisch zu treffen: Nach Preis, Qualiät und Flexibilität des Produkts.

    Strategien des Abschottens sind Schnee von gestern, das hat man inzwischen teilweise sogar bei Microsoft erkannt. Die IT ist zu schnellebig und lässt jedes proprietäre Gebilde schnell alt aussehen.

    Wer redet noch über diesen Apple-Musikshop? So doll sind die Umsätze nicht mehr – es gibt inzwischen viele davon. Die Dummen sind nur die Kunden, die an Apple hängen, weil ihre Tröte nur Apple-Dateien abspielen kann.

  • Am 3. Oktober 2007 um 4:52 von Bert Grehem

    Die Guten/Die Boesen
    Ich glaube nicht, dass sich Apple
    weiterhin mit dem bisher sorgfaeltig gepflegten "Wir sind die Guten" Image schmuecken kann. Es wird langsam Zeit fuer Linux.

  • Am 4. Oktober 2007 um 9:53 von Axel

    Wer kauft schon ein Iphone?
    Es wird ja immer über Microsoft geschimpft, dass dort ein rigides Kundenbindungskonzept verfolgt wird. Apple steht ja immer als Musterknabe da. In Wirklichkeit ist das Konzept von Apple noch viel rigider und kundenfeindlicher. Allerdings: wer sich ein "Iphone" kauft, ist sowieso selber schuld. Nicht nur, dass es die hochegjubelten neuen Features schon laengst woanders vorher gab (genau wie beim Ipod!), sondern auch der Zwang, nur bestimmte Provider benutzen zu durefen und nicht mal eigene Software draufspielen zu koennen disqualifiziert das Gerät schon für ernsthafte Anwender. Lasst die mit Papas Geld vollgestopften Mode-Teenies ruhig ihre Iphones kaufen. Ich habe einen PocketPC, der tausendmal mehr kann als es jedes Iphone jemals koennen wird :)
    Insbesondere, nachdem ich meine eigene, selbst programmierte und damit freie Software draufgespielt habe :) .

    Axel

  • Am 8. Oktober 2007 um 14:53 von Meaper

    AW: Völlig unverständlich
    Man sollte den Leuten wenigstens die Chance geben, das Gerät wieder zum Laufen zu bekommen. Warum setzt Apple die Geräte außer Betrieb und macht nicht einfach die Eingriffe der Nutzer rückgängig.
    Trotz Modifikation haben die Leute für die Geräte bezahlt…

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