Software belauscht Internet-Telefonate

Werbe- und Informationsoptimierung für Nutzer angestrebt

Mit einer Software, die es erlaubt, Internet-Telefongespräche zu analysieren und den Nutzern somit zeitgleich relevante Informationen und Werbung anzuzeigen, will das US-Startup Puddingmedia etablierte Voice-over-IP-Anbieter für sich gewinnen. Zukunftsvisionen sieht Puddingmedia in der Integration der Software in Mobiltelefonen.

Die ausgeklügelte Idee beruht auf dem Geschäftsprinzip, den Gesprächspartnern während des Telefonats direkt Informationen über lokale Dienstleister anzubieten, berichtet Business Week. Langfristiges Ziel des Unternehmens ist es, die Software an namhafte VoIP-Anbieter wie Skype zur Werbe- und Informationsoptimierung zu verkaufen.

Verabreden sich zwei Menschen über das Internet, beispielsweise zu einem gemeinsamen Abendessen, soll unter Verwendung der Puddingmedia-Software nicht nur sekundär interessante Werbung durch die Gesprächsanalyse, sondern auch eine lokale Restaurant-Auswahl bereitgestellt werden. Erwägt ein potenzieller Kunde im Gespräch hingegen in naher Zukunft einen Computer kaufen zu wollen, sollen auch hierzu kaufentscheidende Informationen unmittelbar zur Verfügung stehen.

Das Unternehmen stellt eine Testversion des Programms zur Verfügung. Interessierten Nutzern ist es somit möglich, in Skype-Manier kostenlos über das Internet zu telefonieren. Dabei werden die zu wählenden Telefonnummern über einen speziellen Browser eingegeben, auf dem dann während des Gespräches entsprechende Werbung oder Links erscheinen.

Themenseiten: Telekommunikation, VoIP

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

3 Kommentare zu Software belauscht Internet-Telefonate

Kommentar hinzufügen
  • Am 25. September 2007 um 13:53 von Rabazz

    Jetzt hat die Werbewirtschaft völlig den Verstand verloren
    .. mehr ist dazu nicht zu sagen

  • Am 25. September 2007 um 14:09 von Rumble

    Zur Erschiessung freigen.
    Sorry, mehr fällt mir dazu nicht mehr ein.
    Nicht nur das ein durchgeknallter Innenminister mir bis in die Unterhosen sieht, jetzt will dier Werbeindustrie automatisch jedes Telefonat überwachen? Und das auch noch fest installiert im Handy?

    Sorry, dazu fällt mir nur noch ein: Sofort abknallen! Ist an sich nicht meine Art, aber ab irgendeinem Punkt wird es Zeit, dass man sich wehrt.

    • Am 25. September 2007 um 14:37 von Harald.L

      AW: Zur Erschiessung freigen.
      Absolut richtig. Aber sag das niemandem übers Telefon sonst bekommst du sofort Werbung vom nächsten Waffengeschäft angeboten!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *