Google sponsert privaten Wettlauf zum Mond

Jenseits der Suche: Der "Lunar X PRIZE" ist mit 30 Millionen Dollar dotiert und soll die Menschheit ins All katapultieren. Mitmachen kann theoretisch jeder.

Google ist längst über die Internet-Suche hinausgegangen. Soweit wie dieses mal jedoch noch nie: Zusammen mit der X PRIZE Foundation hat das Unternehmen den „Google Lunar X PRIZE“ ausgeschrieben, ein Roboterwettrennen zum Mond. Dotiert ist das Preisgeld auf insgesamt 30 Millionen Dollar. Aufgerufen sind Privatunternehmen der ganzen Welt, als erstes ein privat finanziertes Fahrzeug auf den Mond zu landen.

Bei Google Lunar X PRIZE handelt es sich um einen neuen internationalen Wettbewerb, der Ingenieure und Unternehmen auf der ganzen Welt zur Entwicklung kostengünstiger Methoden zur Weltraumforschung mithilfe von Robotern inspirieren soll. Die 30 Millionen Dollar Preisgeld sind unterteilt in einen Hauptgewinn von 20 Millionen Dollar, einen zweiten Preis in Höhe von fünf Millionen Dollar und Bonuspreise im Wert von nochmals fünf Millionen Dollar. Für den Hauptpreis muss ein unbemanntes, privat finanziertes Gefährt auf der Mondoberfläche landen, mindestens 500 Meter auf der Mondoberfläche zurücklegen und ein bestimmtes Paket aus Videos, Bildern und Daten zur Erde zurücksenden.

Der Hauptgewinn beträgt bis zum 31. Dezember 2012 20 Millionen Dollar, danach wird er bis 31. Dezember 2014 auf 15 Millionen Dollar gesenkt. Zu diesem Zeitpunkt endet der Wettbewerb, es sei denn er wird von Google und der X PRIZE Foundation verlängert. Für den zweiten Preis reicht es, mit dem Gefährt auf dem Mond zu landen, dort herumzufahren und Daten zurück zur Erde zu senden. Auch der zweite Platz steht bis 31. Dezember 2014 zur Verfügung, danach endet der Wettbewerb, es sei denn er wird von Google und der X PRIZE Foundation verlängert.

Die Bonuspreise werden für das erfolgreiche Abschließen weiterer Aufgaben vergeben, beispielsweise das Zurücklegen weiter Entfernungen (mehr als 5000 Meter), Fotografieren der von Menschenhand geschaffenen Gegenstände (zum Beispiel Apollo-Hardware), Entdecken von Wasservorkommen und/oder Bestehen einer kalten Mondnacht (rund 14,5 Erdentage). Das Konkurrenzraumschiff wird mit HD-Video- und Standbildkameras ausgestattet und sendet Daten zur Erde, die auf der Google Lunar X PRIZE-Website abgerufen werden können.

Die X PRIZE Foundation ist ein gemeinnütziges Institut zu Bildungszwecken. Der Google Lunar X PRIZE ist der dritte Wettbewerb, den die Foundation seit ihrer Gründung 1995 ausgeschrieben hat. 2004 machte sie Schlagzeilen, als Mojave Aerospace Ventures unter Leitung des Flugzeugkonstrukteurs Burt Rutan und dem Mitbegründer von Microsoft, Paul Allen, das weltweit erste private Raumschiff entwarf und flog und damit den Ansari X PRIZE in Höhe von zehn Millionen Dollar gewann.

„Google Lunar X PRIZE richtet sich an Unternehmer, Ingenieure und Visionäre auf der ganzen Welt, die uns zurück auf den Mond bringen und diese Umgebung zum Nutzen der Menschheit erforschen sollen“, sagt Dr. Peter H. Diamandis, Vorsitzender und CEO der Foundation. „Wir sind davon überzeugt, dass Teams auf der ganzen Welt zur Entwicklung neuer Robotertechnologien und Technologien zur virtuellen Präsenz beitragen, die die Kosten der Weltraumforschung drastisch senken werden.“

„Die Beteiligung von Google in Form des Preisgeld-Sponsorings und der Namensgebung des Wettrennens unterstreichen unseren Wunsch nach bahnbrechenden Ansätzen und globaler Beteiligung“, fuhr Diamandis fort. „Wir freuen uns darauf, in Zusammenarbeit mit Google dieses historisch bedeutungsvolle, private Weltraumrennen in jeden Haushalt und jeden Klassenraum zu übertragen. Wir hoffen, damit die Phantasie der Kinder weltweit anzuregen.“

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1 Kommentar zu Google sponsert privaten Wettlauf zum Mond

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  • Am 17. September 2007 um 12:52 von wosch

    Ich auch!
    Was hatten die denn für Drogen? Ich will GENAU DIE GLEICHEN!!!! :-)

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