Myspace kostet Unternehmen 200 Millionen Euro am Tag

Social-Networking kann Mitarbeiter-Effizienz jedoch steigern

Durch Online-Communities wie Myspace oder Facebook verlieren britische Unternehmer fast 200 Millionen Euro pro Tag. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des britischen Arbeitsrecht-Unternehmens Peninsula, an der 3500 britische Firmen teilgenommen haben. Demnach verschwenden Arbeitnehmer pro Monat insgesamt etwa 233 Millionen bezahlte Arbeitsstunden auf Social-Networks. Mike Huss, Direktor von Peninsula appelliert an die Unternehmen, den Zugang zu Myspace und Co zu sperren.

Während manche Firmen Myspace oder Facebook als Motivationsmittel einsetzen, unterbinden andere den Zugriff der Mitarbeiter vollständig. Die britische Gewerkschaft lehnt eine komplette Sperre der Online-Netzwerke jedoch ab. Unternehmen sollten hingegen klare Richtlinien aufstellen. So sei es beispielsweise möglich, Mitarbeitern zu erlauben, ihre Online-Präsenz ausschließlich in der Mittagspause zu betreuen.

Wissenschaftler der Sheffield Hallam University bezweifeln unterdessen generell den sozialen Nutzen der Online-Gemeinschaften. Der Forscher Will Reader beschäftigte sich mit den neuen Arten von Freundschaft, die im Internet entstehen und kam zu dem Schluss, dass umfassende Kontaktlisten nichts über den tatsächlichen sozialen Status einer Person aussagen.

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1 Kommentar zu Myspace kostet Unternehmen 200 Millionen Euro am Tag

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  • Am 13. September 2007 um 14:53 von Dr. Joern Berninger

    Der Wert von Social Networks
    Korrekt erkannt, Gefahr gebannt !

    Social Networks sind aehnlich wie viele Websites während der Internet Bubble oftmals sinnlose oder mitunter gar gefährliche Begleiterscheinungen des Internet Zeitalters.
    Firmen verschwenden nicht nur die Zeit Ihrer Mitarbeiter, sondern gehen weitere Risiken ein wenn sie den Zugang zu Social Networks nicht unterbinden.
    Zum einen wird die Corporate Identity, die man ueber Marketing meist kostspielig aufbaut hat nun durch diese Online Netzwerke substantiell gestört. Zum anderen beziehen Social Networks ihre Einnahmen meist aus Headhunting Geschäften. Hauptgrund einer Mitgliedschaft in einem Social Network ist meist darin zu suchen, um gezielt auf Stellensuche zu gehen. Damit werden unter Umständen Daten preisgegeben, die ein Arbeitgeber lieber nicht öffentlich machen möchte. Aber er hat fast keine Kontrollmöglichkeit über den Content, den seine Mitarbeiter ins Netz stellen.
    Netzwerke wie Xing oder Linkedin sind daher beliebte Suchportale für die Konkurrenz und Headhunter.
    Zusammenfassend kann man sagen, daß die Kontakte und Business Netzwerke über das Internet hauptsächlich zum Abwerben benutzt. Da stellt sich schnell die Frage, wo liegt da der Nutzen fuer Unternehmen ?
    Nur einige wenige Netzwerke, so wie das noch nicht öffentliche von Key Contact sind auf diese Herausforderung eingestellt. Sie wahren die Interessen der Geschäftskunden und liefern substantielle Vorteile im Kontaktdaten Management.

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