Studie: 802.11n wird Kabelnetz ersetzen

Mobilitätswunsch verändert laut Burton Group die Infrastruktur

Laut einem Report der Burton Group wird die WLAN-Version 802.11n innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre das verkabelte Ethernet ersetzen. Hauptgrund dafür ist nach Meinung der Analysten, dass immer mehr User ihre Anwendungen mobil nutzen wollen.

Burton-Analyst Paul DeBeasi rät deshalb in seinem jüngsten Report, dass Unternehmen dringend Pläne für den Wechsel vom kabelgebundenen LAN auf 802.11n erstellen sollten. „Der neue Wireless-N-Standard wird ganz schnell eine allgegenwärtige Mobilität bewirken. Darum sollten IT-Profis frühzeitig darüber nachdenken, wie sie am besten ein vollständig kabelloses LAN implementieren können“, sagt DeBeasi.

Selbst, wenn die Anwender mit der heutigen Bandbreite von Fast-Ethernet zufrieden sind, sollte man laut DeBeasi einen Wechsel in Erwägung ziehen, denn 802.11n bietet bis zu maximal 600 MBit/s. „Bei allen Ähnlichkeiten ist der wirklich überzeugende Vorteil von 802.11n seine alles durchdringende Mobilität.“

Allerdings wird die Verabschiedung des neuen 802.11n-Standards durch das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) wahrscheinlich nicht vor 2009 erfolgen. Doch um den Markt aufzubauen, zertifiziert die Wi-Fi Alliance bereits jetzt Geräte, die dem aktuellen Entwurf des Standards entsprechen.

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3 Kommentare zu Studie: 802.11n wird Kabelnetz ersetzen

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  • Am 30. August 2007 um 18:23 von Rumble

    Wirklich?
    Zum einen möchten viele Unternehmen gern unabhörbar bleiben. WEP war schnell geknackt, der aktuelle WPA2 ist derzeit nicht geknackt – bis es doch einer schafft. Bisher ist jede Verschlüsselung irgendwann aufgebröselt worden.

    Zum anderen ist WLAN nicht ganz so problemfrei wie oft geschildert wird. Irgendwo auf der grünen Wiese im eigenen großen Gebäude mag das noch gehen. Dort ist man allein oder mit mehreren Accesspoints, die alle unter der eigenen Kontrolle sind. Aber wer im Hochhaus in der City mit vielen WLAN’s verschiedener Eigentümer sitzt, sieht schon heute bei den durchaus ausgereiften WLAN’s nach 811b/g, welche Probleme da hinterher kommen können. Wenn da im Bau dann so das 25. WLAN hochkommt, wird das sehr interessant.

    811n ist zur Zeit nicht ausgereift, es ist ein Draft. Die WiFi Gruppe mag vieles zertifizieren – beta ist es allemal. Wer das nicht glaubt, sollte mal diverse Router, Accesspoints und Netzwerkkarten und USB-Sticks in Kombination testen. Innerhalb eines Herstellers geht es noch einigermassen, wenn auch keineswegs in allen Fällen reibungslos. Bei verschiedenen Herstellern funktionieren bestenfalls noch die Grundfunktionen reibungslos miteinander. Laufen Komponenten vieler verschiedener Hersteller im Netz, gerät das schnell zum Desaster Area.

    Fazit: Man mag ja eine Umstellung mal gedanklich durchspielen, vielleicht auch eine Vorplanung machen. Aber mit einer Umrüstung bestehender Netze würde ich jedenfalls noch einige Zeit warten.

    Bei diesen Überlegungen sind Kalkulationen zum Thema Elektrosmog noch gar nicht berücksichtig.

  • Am 31. August 2007 um 7:34 von tutnixzursache

    Nee, oder ??
    Da ist wohl eher der Wunsch Vater des Gedanken.
    An meinem Schreibtisch sind Rollen dran, weil ich mit meinen Arbeitsplatz jeden Tag woanders im Büro stehen möchte.
    Und die Datenübertragung wird auch schneller sein wie ein Gbit/s, also weg mit dem Kupfer.
    Wenn ich sehe wieviel Spass es bereits heute bereitet WLAN´s einzurichten oder Geschweige denn Komponenten einzubinden kann ich mir nicht vorstellen das ein IT-Verantwortlicher der seine fünf Sinne einigermaßen beisammen hat, seine Infrastruktur auf WLAN umstellt.

  • Am 3. September 2007 um 9:15 von Der Skeptiker

    Und die Kosten?
    Das verlegte Kupfer ist jetzt drin und bezahlt. Bis zu 1Gbit/s läuft in der Regel darauf. zu 99,99% ohne Probleme.

    Wenn mir jetzt einer erzählen will, ich muss das alles sofort umplanen, dann glaube ich dem das nicht.

    WIll da Jemand sich in eine gute AUsgangsposition bringen?

    Sich damit zu beschäftigen ist ganz ok. Für einen Umstellungsplan ist es allemal zu früh.

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