SCO will weiter um Unix-Markenrechte kämpfen

Konzern prüft Berufung gegen das jüngste Urteil

Trotz der jüngsten Niederlage im Prozess um die Markenrechte am Betriebssystem Unix will die SCO-Gruppe weiter um das Copyright kämpfen. „Wir gehen weiterhin davon aus, dass wir alles gekauft haben, als wir 1995 mehr als 100 Millionen Dollar für die Unix-Technologie an Novell bezahlt haben“, heißt es in einem von SCO-CEO Darl McBride verfassten Brief an Partner und Kunden des Unternehmens.

McBride bezieht sich dabei auf den Anhang 1.1(a) des Kaufvertrages, der „alle Rechte und Eigentum an Unix und Unixware“ als Kaufgegenstand bezeichnet. Darunter fallen der Vertragsklausel zufolge auch der Quelltext, die Dokumentation, das technische Design sowie die Entwicklung und die Installation.

US-Bundesrichter Dale Kimball hatte kürzlich jedoch entschieden, dass der Anhang 1.1(a) zusammen mit dem Anhang 1.1(b) gesehen werden müsse. „Umgekehrt schließt der Anhang 1.1(b) mit seiner Liste der nicht enthaltenen Bestandteile ausdrücklich die Übertragung aller Urheberrechte und Markenzeichen aus“, erklärte der Richter in seinem Urteil. Seiner Ansicht nach spricht der Kaufvertrag in diesem Punkt eine eindeutige Sprache: „Alle Urheberrechte wurden vom Verkauf ausgeschlossen“, so Kimball.

SCO hat noch nicht mitgeteilt, ob das Unternehmen gegen das Urteil in Berufung gehen wird. McBride betonte jedoch in seinem Brief, dass er sich den Schlussfolgerungen Kimballs nicht anschließen könne.

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