Larry Roberts plant Router für Streaming ohne Stottern

Flow-Router unterscheidet zwischen Paket- und Streaming-Traffic

Internet-Veteran Larry Roberts hat sein Unternehmen Anagran gestartet, mit dem er Networking-Equipment auf den Markt bringen will, das den Netzwerken neuen Performanceschub geben soll. Dieser sei insbesondere für Video- und Sprachübertragungen nötig.

„Die Internet-Infrastruktur basiert noch auf der gleichen Technologie wie im Jahr 1969. Und damals waren die Netze nicht für Videos und Sprache ausgelegt“, sagt Roberts. Die Daten werden bislang in einzelne Pakete aufgeteilt, doch Sprache und Video müssen ununterbrochen gesendet werden, um Ruckeln und STottern zu vermeiden.

Anagrans neue Flow-Router sollen in der Lage sein, zwischen Paket- und Streaming-Daten zu unterscheiden. Roberts zufolge bieten sie spezielle „Überholspuren“ für zeitkritische Daten wie Video oder Sprache und verfügen über eine eingebaute Intelligenz, die Verzögerungen und Datenverluste reduziert und die Durchlaufleistung um den Faktor acht verbessert. Außerdem bräuchten bis zu 80 Prozent weniger Energie. Da sie in der Lage seien, unterschiedliche Arten von Traffic zu unterscheiden, könnten Service-Provider abgestufte Services zu verschiedenen Preisen anbieten. Darüber hinaus könnten die Flow-Router eine Art Warnsignal senden, wenn das Netzwerk überlastet ist.

„Es gibt einen Bedarf für eine Lösung der gegenwärtigen IP-basierten Video- und Sprachprobleme. Die Service-Provider müssen ihre Netzwerke bald upgraden“, bestätigt auch David Vorhaus, Analyst bei der Yankee Group. Die Flow-Router sollen zwischen 50.000 und 100.000 Dollar kosten und sind somit dreimal billiger als vergleichbare Geräte.

Themenseiten: Anagran, Telekommunikation

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