Microsoft kann sich vielleicht der GPL3 entziehen

Rechtsanwältin: Patente müssen nicht für alle User freigegeben werden

Die australische Rechtsanwältin bei Idealaw, Kay Lam-Beattie, hat erklärt, dass sich Microsoft wahrscheinlich der General Public License Version 3 (GPLv3) entziehen kann. Auf Basis der wenigen Informationen, die der Öffentlichkeit bisher zur Verfügung stünden, schätzt Lam-Beattie die Bemühungen der Open-Source-Bewegung, Microsofts Patent-Tyrannei einzudämmen, als wenig erfolgversprechend ein.

Da Microsoft niemals aktiv dem Lizenzvertrag und seinen Auflagen zugestimmt habe, könnten die bereits geschlossenen Patentübereinkünfte nicht auf der Grundlage der neuen Lizenz bewertet werden, so Lam-Beattie. Microsoft hat bereits klar gestellt, dass es sich nicht an die GPL3 gebunden fühle. Auch wird Microsoft jegliche rechtlichen Auflagen unter dieser Lizenz entschieden zurückweisen.

Vor der finalen Veröffentlichung der GPL3 hat sich Microsoft mit Novell, Xandros und Linspire geeinigt. Microsoft versprach, die Anwender dieser Distributionen nicht zu verklagen. Manche dieser Übereinkommen schränken die Freiheiten der Benutzer ein, die normalerweise mit der Nutzung und Verbreitung von Open-Source-Software verbunden sind.

Um dem entgegenzuwirken, hat die Free Software Foundation (FSF) neue Klauseln in die dritte Version der GPL aufgenommen. Sie sollen künftig solche Patentübereinkommen zugunsten der Open-Source-Community entscheiden. „Wenn man bestimmten Anwendern Patentschutz gewährleistet, weitet sich dieser künftig automatisch auf alle anderen Nutzer dieser Software aus. In Microsofts Fall heißt das, dass der Patentschutz, den das Unternehmen den Novell-Kunden zugesprochen hat, für alle User der unter GPL3 vertriebenen Novell-Programme gilt“, erläutert Brett Smith der FSF.

Themenseiten: Microsoft, Open Source, Software

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