Apple verbietet Medienberichte über neues Betriebssystem

Australische Redakteure von Anwälten abgemahnt

Apple versucht, ausführliche Medienberichte über sein neues Betriebssystem Leopard zu unterbinden. Nachdem das australische Magazin APC vor wenigen Tagen Informationen und Screenshots der Entwickler-Vorabversion veröffentlicht hatte, traf bei den Redakteuren ein Brief der Apple-Rechtsabteilung ein. Darin forderten die Anwälte das Magazin auf, den betreffenden Bericht wieder von der Webseite zu entfernen. Apple habe die Software streng vertraulich nur an Entwickler weitergegeben.

Es sei Medien nicht erlaubt, eigene Screenshots oder Detailinformationen über Mac OS X 10.5 Leopard zu publizieren, hieß es in dem Schreiben. Die Software unterliege dem Copyright von Apple, und das Gesetz verbiete eine unautorisierte Verbreitung. Das APC-Magazin wiederum rechtfertigte sich damit, kein Entwickler zu sein und sich daher nicht an die Vorgaben gebunden zu fühlen. Dennoch wurden die Screenshots aus dem kritisierten Artikel entfernt.

Den Apple-Anwälten war das nicht genug, sie verlangten die komplette Löschung des Artikels. APC habe sich einer Veruntreuung von Betriebsgeheimnissen schuldig gemacht. „Apple ist darauf vorbereitet weitere rechtliche Schritte einzuleiten“, so die Anwälte aus Cupertino. Schließlich fügte sich das australische Magazin auch der zweiten Forderung und nahm den gesamten Artikel aus dem Netz.

Die Aufregung seitens Apple wirkt verwunderlich, zumal die APC-Redakteure durchaus positiv über die neue Systemversion berichtet hatten. Sie lobten unter anderem die Verbesserungen der Benutzeroberfläche. Außerdem seien nur Informationen veröffentlicht worden, die Steve Jobs bereits selbst in aller Öffentlichkeit präsentiert hatte, rechtfertigt sich das Magazin in einem Onlineartikel. Laut APC habe Apple die Absicht, Medienberichte zu unterbinden, um möglichst viele Leser auf die eigene Homepage zu locken, um sich über Leopard zu informieren.

Apple


Apple pocht auf Geheimhaltung (Foto: Apple).

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8 Kommentare zu Apple verbietet Medienberichte über neues Betriebssystem

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  • Am 16. Juli 2007 um 9:22 von Lutz

    Hysterie erzeugen
    Ihr lasst Euch wirklich gut manipulieren. Kein Wunder das überall über Apple geschrieben wird. Dabei ist das ganze Geschreibsel nur noch peinlich.

    • Am 16. Juli 2007 um 10:09 von Rumble

      AW: Hysterie erzeugen
      Jo. Genau wie bei MS, nicht?

    • Am 16. Juli 2007 um 10:41 von purli

      AW: AW: Hysterie erzeugen
      nö überhaupt nicht wie bei ms. die sind gegenüber der öffentlich viel freizügiger was informationen anbelangt. apple ist für mich die am unsympatischste firma überhaupt. was so ein erfolg mit dem ipod alles machen kann: pure arroganz. hoffentlich fallen die mal feste auf die fresse.

    • Am 17. Juli 2007 um 12:14 von Lutz

      AW: AW: AW: Hysterie erzeugen
      Junge lern mal deutsch. Da wird einem ja schlecht.

  • Am 16. Juli 2007 um 10:16 von Rumble

    So Schlecht?
    So schlecht, das man selbst positive Berichte unterdrücken muß?

    • Am 16. Juli 2007 um 11:05 von Major-X

      AW: So Schlecht?
      Naja schlecht scheinbar kaum.
      Ich denke da rein an Absicht. Groß mal auf die Pauke schlagen und viel Wirbel um Nichts gestalten. Vll. wird Leopard damit interessanter?!?
      Ich finds Apples Verhalten genauso peinlich wie das von Microsoft manchmal. Die schenken sich doch alle nichts.
      Mir geht nur diese proprietäre Verteidigungsgehabe von irgendwelchen fanatischen BS Anhängern manchmal tierisch auf den Sack!

    • Am 17. Juli 2007 um 12:20 von Lutz

      AW: AW: So Schlecht?
      MS ist doch nur Peinlich. Sieh mal die Zune Werbung und nun ist tote Hose angesagt. Hab letztens wieder mal zwei XP Rechner auf Vordermann gebracht. Also trotz 16000 DSL hat der Spass für die Updates 12 Stunden je Rechner gebraucht ohne alle Programme zu installieren. Wenn ich OSX neu aufbaue ist das in 2 Stunden erledigt und dann nur noch notwendige Programminstallationen nachschieben. (Aber ein Neuaufbau war in 5 Jahren OSX nur einmal notwendig)
      Dieser Punkt geht unter WIndows gar nicht. Man muss jedes Programm komplett neu installieren. Na ja WIndows ist eben was für Bastelfreaks und nicht für wirklich den Rechner zur Arbeit Nutzende.

    • Am 17. Juli 2007 um 15:15 von BigAdmin

      AW: AW: AW: So Schlecht?
      12 Stunden für die Updates bei einer XP-Neuinstallation? Also entweder liegt absolute Ahnungslosigkeit vor oder die Angabe ist schlicht gelogen. Wie dem auch sei, dieses unnötige Getue von Apple passt leider voll ins Klischee…
      Und um eins vorweg zu nehmen: Nein, ich bin kein MS-Fanatiker, ich habe hier ein Netzwerk mit Windows, MacOS und Linux. Jedes System hat Vor- und Nachteile. Wem das eine oder andere OS mehr gefällt: schön. Nur muss man das nicht ständig krampfhaft als überlegen darstellen, DAS ist peinlich, zeigt es doch eine ausgeprägte Betriebs(system)blindheit!

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