Microsoft will neue Marketing-Strategie für Office

Finanzierung durch Werbung oder Light-Version im Internet sind im Gespräch

Microsoft hat neue Marketing-Strategien für das Office-Paket bekannt gegeben. Vizepräsident Chris Capossela erklärte, dass das Unternehmen trotz neuer, alternativer Geschäftsmodelle und Marketing-Strategien viele Kunden immer noch nicht erreiche.

Viele potenzielle Kunden leben in aufstrebenden Märkten. Hier wendet Microsoft eine Strategie an, bei der die Kunden anhand einer Pre-Paid-Karte die Lizenz für die Office-Nutzung für zwei oder drei Monate erwerben können. Aber auch in den gut etablierten Märkten, wie in den USA oder in Europa, gibt es laut Capossela noch Möglichkeiten, mehr Kunden zu erreichen: „Office wird von so vielen Leuten benutzt, aber oft sind es die alten Versionen“. Zudem überlege Microsoft, ob eine andere Preisstrategie neue Office-Kunden anlocken könnte.

Eine Möglichkeit, die von Microsoft erwogen wird, ist die Software-plus-Service-Strategie. Dabei wird das Internet genutzt, um die bestehenden Software-Produkte bekannter zu machen. So könnte das Unternehmen eine Light-Version seiner Productivity-Tools kostenfrei online anbieten. Für das Erstellen von fortschrittlicheren Dokumenten muss der Kunde dann auf das kostenpflichtige Office-Paket zurückgreifen.

Im Gegensatz zu Microsoft bietet Google schon zwei seiner Software-Programme, nämlich Google Docs und Spreadsheet, als Light-Version über das Internet an. Der Suchmaschinenbetreiber will sein Angebot zudem künftig um eine Präsentationssoftware erweitern.

Auch wenn sich Microsoft starker Konkurrenz von Google und Open Office ausgesetzt sieht, kann es doch weiterhin starke Verkaufszahlen in der Office-Sparte erwarten. Die Einkünfte aus dem Geschäftsbereich beliefen sich den jüngst veröffentlichten Quartalszahlen zufolge auf 4,8 Milliarden Dollar.

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4 Kommentare zu Microsoft will neue Marketing-Strategie für Office

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  • Am 13. Juli 2007 um 10:28 von Rumble

    Die Cash Cow ist in Gefahr….
    Microsoft hat ein Problem. Über viele Jahre hinweg waren Windows und MS-Office die Melkkuh des Konzerns. Viele Entwicklungen im Serverbereich wurden so querfinanziert.

    Mittlerweile ist Office zu einem gigantischen Softwaremonster aufgequollen. Für den Privatanwender ist es in weiten Teilen nicht mehr nutzbar, die zahllosen Kooperationsfunktionen treffen diese Zielgruppe einfach nicht.

    Mittlerweile gibt es Alternativen: OpenOffice, kostenfrei und für nahezu jede private Anwendung mehr als ausreichend, oder die Alternativen von Google und co.
    Im Gegenzug ist MS-Office sehr teuer geworden. Wer nicht gleich eine vergünstigte OEM-Version mit dem Rechner bekommt – in der Regel nur betriebliche Anwender-, der verdoppelt im Billigmarkt seinen Rechnerpreis schnell, wenn er ein Office dazukauft.

    MS muss sich dringendst Alternativen einfallen lassen, sonst geht das querfinanzierte Modell in die Knie. Die bisherige Strategie "Ihr kauft ein Paket, da ist alles drin – ihr müsst dann auch alles bezahlen" ist nicht mehr tragfähig. Der Heimanwender wird in den seltensten Fällen eine x-fach gestaffelte Fußnotenverwaltung brauchen. Er will sie dann auch nicht mehr bezahlen.

    • Am 13. Juli 2007 um 10:42 von Der Skeptiker

      AW: Die Cash Cow ist in Gefahr….
      Nur Zustimmung!

      Gleiches gilt für die Updates. Warum soll ich mein Office 2k updaten, wenn ich sowieso nur 5% aller Funktionen verwende?

      Wir alle wissen, dass eine Software von nur einer Handvoll Menschen entwickelt wird. 5 Pakete (Word, Excel, PowerPoint, Access, Outlook) und mit zwei Dutzend Mitarbeitern kommt man klar.

      Wenn man sich stattdessen auf mehrere Tausend oder gar Zigtausend Mitarbeiter einlässt, die alle nur heiße Luft schlagen und verwalten, dann treibt das den Preis eines Produktes und seiner Updates unnötig in die Höhe.

      MS muss dringend konsolidieren und nocht so lange warten, wie es Intel gemacht hat. Jetzt mit 10k Mitarbeitern weniger und frischen Prozessoren mit echtem mehrwert, geht es Intel auch wieder besser und AMD hat das Nachsehen.

      Das ist die Zukunft für MS. Raus mit dem Wasserkopf und endlich wieder frische Software statt neue Oberflächen auf alten Produkten.

    • Am 13. Juli 2007 um 13:46 von Gustav Grewe

      AW: AW: Die Cash Cow ist in Gefahr….
      Wofür noch MS Office? Seit geraumer Zeit hat hier Star Office (Open Office) das Feld erfolgreich übernommen. Für normale Büroanwendungen fehlt nichts. Nie wieder zurück zum dreisten Microsoft-Monopol!

      Ich wünsche der neuen Marketing Strategie viel Erfolg bei der Rückgewinnung der auf Open Office umgestiegenen Kunden.

  • Am 14. Juli 2007 um 17:08 von Puhvogel

    OpenOffice reicht
    Wer braucht wofür MS-Office?
    Bei uns sind wir seit dem Erscheinen von Open-Office komplett darauf umgestiegen und auch hier wird ja nur ein Bruchteil der gebotenen Funktionen wirklich genutzt.
    Warum kauft jemand überhaupt ein MS-Office Paket? Haben die alle zu viel Geld?

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