Oracle scheitert mit Klage gegen Usedsoft

Gericht weist Ordnungsmittelantrag des Datenbankspezialisten zurück

Der Streit um gebrauchte Software geht in die nächste Runde: Wie Usedsoft heute mitteilte, ist Oracle vor Gericht mit dem Versuch gescheitert, dem Münchner Unternehmen den Verkauf von gebrauchter Oracle-Software auf Originaldatenträgern zu verbieten. Das Landgericht München I wies jetzt einen entsprechenden Ordnungsmittelantrag des Datenbankspezialisten zurück (Az 7 O 23237/05).

Oracle hatte laut Usedsoft erfolglos argumentiert, dass der Verkauf gebrauchter Oracle-Software auf Datenträgern ein Verstoß gegen die einstweilige Verfügung vom Januar 2006 sei. Damals hatten die Richter den Handel mit gebrauchten Software-Lizenzen für rechtswidrig erklärt.

Mitte März dieses Jahres hatte das Landgericht München I dann in einer noch nicht rechtskräftigen Entscheidung geurteilt, dass per Online-Übertragung vertriebene Oracle-Software nicht weiterverkauft werden dürfe. Unter Zurückweisung des aktuellen Oracle-Antrags stellte das Gericht aber fest, dass „der [Weiter-]Vertrieb von Software auf Datenträgern nicht Gegenstand des Verfahrens war.“

Die Klarstellung ist für Usedsoft, das sich auf den Handel mit gebrauchten Software-Lizenzen spezialisiert hat, von großer Bedeutung. Denn die gängigen Standardsoftware-Produkte – etwa von Microsoft, Adobe und SAP – werden ausschließlich auf Datenträgern in Verkehr gebracht.

Themenseiten: Business, Oracle

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