Apple iPhone im Test: Ist der Hype um das Handy begründet?

Seit dem Verkaufsstart am Freitag sollen in Amerika schon an die 200.000 Apple-Handys verkauft worden sein. Ist die Begeisterung berechtigt? ZDNet hat die US-Version des ersten Mobiltelefons mit Mac OS bereits getestet.

Seit dem Zeitpunkt der Ankündigung des Apple Iphone auf der Macworld 2007 hat die Technikgemeinde nicht aufgehört, es zu diskutieren. Da Apple bis zuletzt viele Details des Iphone unter Verschluss hielt, kamen reichlich Spekulationen auf. Bis jetzt. Ist das Iphone schön? Absolut. Ist es einfach zu verwenden? Sicherlich. Erfüllt es die hochgeschraubten Ansprüche? Eher nicht.

Das Iphone ist zwar ein schönes Gerät mit praktischer Bedienoberfläche, qualitativ hochwertigen Musik- und Video-Funktionen und innovativen Design-Ansätzen, der Touchscreen ist einfacher zu verwenden als erwartet, und die Multimedia-Funktionen funktionieren bestens. Doch eine ganze Reihe von fehlenden Funktionen, die Abhängigkeit von einem langsamen EDGE-Netzwerk und die variierende Anrufqualität – es handelt sich ja immerhin um ein Telefon – lassen Wünsche offen. Insgesamt ist das Iphone zwar bemerkenswert – aber nicht wegen der Art seiner Funktionen, sondern wie sie arbeiten.

Wer in den USA wohnt und von Anfang an unbedingt ein Iphone haben wollte, besitzt jetzt wahrscheinlich schon eines – obwohl man beim Kauf einen Zweijahresvertrag mit AT&T abschließen und 499 Dollar (4 GByte) beziehungsweise 599 Dollar (8 GByte) auf den Tisch legen muss. In Europa muss man über einen Kauf noch nicht konkret nachdenken. Doch angesichts der US-Version bleibt zu hoffen, dass einige Mankos für die Europaversion beseitigt werden.

Design

Das Iphone kann mit einem brillanten Display, einem schlanken Profil und klaren Linien (natürlich ohne Außenantenne) aufwarten, und die fehlenden Tasten bringen es in eine Design-Klasse, die sogar das LG Prada und das HTC Touch nicht erreichen. Das Handy wird auf der Straße neidische Blick auf sich ziehen, und zweifellos wäre dies auch der Fall, wenn das Handy nicht so viel Aufmerksamkeit durch die Medien erfahren hätte.

Die Maße von 11,4 mal 6,1 mal 1,2 Zentimeter waren zwar bekannt, doch in der Hand fühlt es sich doch noch kleiner an als erwartet. Im Vergleich ist es etwa ebenso lang und breit wie ein Palm Treo 755p, aber tatsächlich noch flacher als der Trendsetter Motorola Razr. Es liegt angenehm in der Hand, und am Ohr wirkt es mit seinen 136 Gramm solide, wenn auch vielleicht etwas schwer. Positiv kann man anmerken, dass das Display aus Glas und nicht aus Kunststoff besteht.

Display

Das Display des Iphone ist sein herausragendes Design-Merkmal und bemerkenswert nicht nur für das, was es zeigt, sondern auch dafür, wie es verwendt wird.

Zuerst zum Design: Mit großzügigen 3,5 Zoll nutzt das Display die Größe des Handys voll aus, während die Auflösung von 480 mal 320 Pixeln (160 dpi) in brillante Farben, scharfe Grafik und flüssige Bewegungen umgesetzt wird.

Menüs

In echtem Apple-Stil zeigt sich die Menüoberfläche des Iphone attraktiv, intuitiv und benutzerfreundlich. Im Hauptmenü stehen eine Reihe von farbigen Symbolen für die Hauptfunktionen. Symbole für das Telefonmenü, den Mailordner, den Safari-Browser und den Ipod-Player befinden sich unten auf dem Bildschirm, während andere Funktionen, zum Beispiel Kamera, Kalender und Einstellungen, oben angezeigt werden. Die Funktionen sind leicht zu finden, und vor allem sind die wichtigsten Funktionen nicht in Zufallsmenüs versteckt. Eine flüssige Animation führt den Benutzer zu unterschiedlichen Funktionen. Zwischen den Funktionen kann rasch umgeschaltet werden.

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