Globalisierung: IDS Scheer müht sich an vielen Fronten

Wie schlagen sich die deutschen mittelständischen IT-Experten im Ausland? ZDNet befragte Dirk Oevermann, bei IDS Scheer Vorstand für den Consulting-Bereich, zu seinen Erfahrungen in den USA, aber auch in China und anderen Emerging Markets.

ZDNet: Herr Oevermann, besonders in den Stamm-Märkten Deutschland, Österreich und Schweiz konnte IDS Scheer zuletzt kräftig zulegen. Der Umsatz stieg um 16 Prozent. Zwei Großaufträge trieben das Betriebsergebnis auf über zehn Millionen Euro. Dagegen musste IDS Scheer in Japan wegen eines abgesagten Großauftrags einen Ergebnisrückgang hinnehmen. Wie soll es in Japan weitergehen?

Oevermann: Japan gehört mit 80 Mitarbeitern zu unseren kleinen Landesgesellschaften. Wenn dort ein Großauftrag weg bricht, fällt das natürlich lokal ins Gewicht. Für die Gruppe ist jeder verlorene Kundenauftrag schmerzlich, aber die Japan-Projekte sind gut zu verkraften.

ZDNet: Was ist denn Ihre größte Landesgesellschaft?

Oevermann: Deutschland ist unser Heimatmarkt, und hier sind wir sehr breit in vielen Branchen vertreten. Aber auch Österreich und USA haben sich gut entwickelt. In einem Flächenstaat wie USA benötigt man viele Mitarbeiter, um präsent zu sein. Wir haben deshalb vor kurzem eine Geschäftsstelle in Kalifornien eröffnet.

In anderen Ländern haben wir einen Fokus auf einzelne Branchen oder auf SAP-Beratung, und in Kroatien beispielsweise sind wir nur mit dem Produktgeschäft vertreten. Strategisches Ziel ist es, uns zentral aufzustellen, die gleichen Kompetenzen überall anzubieten und kleinere Landesgesellschaften zu unterstützen.

ZDNet: Sie haben die neue Repräsentanz in Kalifornien erwähnt – wie läuft es denn in den USA? Was sind Ihre Ziele dort?

Oevermann: Die USA sind einer der wichtigsten Märkte für die kommenden Jahre, sowohl für das Beratungs- als auch Produktgeschäft. Consulting ist hart umkämpft, aber wir haben uns inzwischen gut positioniert und können Großkunden wie Meryll Lynch, Coca Cola und das Department of Defense vorweisen. Im Midmarket ist unsere US-Tochter sogar die am schnellsten wachsende Landesgesellschaft. Hier versprechen wir uns gerade im SAP-Markt gute Erfolge.

ZDNet: Gerade habe ich unter anderem mit dem SAP-Deutschland-Chef Herrn Höchbauer darüber gesprochen – ganz nehme ich es der SAP noch nicht ab, dass sie den Mittelstand wirklich angehen kann.

Oevermann: Für die SAP kann ich nicht sprechen. Bei IDS Scheer sind wir in vielen Ländern gerade im Midmarket sehr erfolgreich. Wir haben große Implementierungsprojekte: Mit unserer Aris Smartcard Solution ergänzen wir die SAP-Angebote. Das Geschäft läuft in Europa und in USA hervorragend.

Themenseiten: IDS Scheer, IT-Business, Mittelstand, SOA, Strategien

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