Mobile-Schlacht: Microsoft gibt noch nicht auf

Goldgrube Handy-Werbung ruft Web-Entwickler auf den Plan

Microsoft hat den für Mobiltelefone optimierten Auftritt seines MSN-Portals komplett überarbeitet. Pünktlich vor dem US-Start von Apples Iphone lässt Microsoft damit erkennen, dass man sich beim Kampf um die Vorherrschaft bei Mobiltelefonen noch nicht geschlagen geben will. Über das mobile MSN-Portal können Anwender ähnlich wie bei der Konkurrenz von Yahoo oder Google über eine Startseite auf ihre Mails, Nachrichten des Tages sowie Instant Messaging oder Suchfunktionen zugreifen.

Die Aktivitäten der großen Player zielen neben der Stärkung der eigenen Such- und Maildienste vor allem auf die Erschließung des mobilen Werbemarktes. Während Google sich mit seinen webbasierten Werbediensten auf PCs und Laptops derzeit als klarer Marktführer positioniert hat, befindet sich die mobile Webnutzung und der dadurch erschlossene Werbemarkt noch in den Kinderschuhen.

Der zu erwartende Boom durch immer leistungsfähigere Handys und attraktivere Datentarife lässt sich auch in Zahlen messen. So erwarten die Analysten von ABI Research etwa ein gesteigertes Werbemarkt-Volumen im mobilen Segment von drei Milliarden Dollar im Jahr 2007 auf über 19 Milliarden Dollar bis 2011.

Vor allem Yahoo sieht in der frühen Bereitstellung eigener Angebote für Handys und Smartphones eine neue Chance, um Marktführer Google wieder ein Stück näher zu kommen. So investierte Yahoo unter anderem in ein für Windows-Smartphones optimiertes Applikationsportal namens Yahoo Go 2.0, das die Bedienung von webbasierten Yahoo-Diensten wie E-Mailing, Foto-Sharing, Websuche und Maps erleichtert.

Mit dem neuen MSN-Mobile-Auftritt will Microsoft nun einmal mehr dagegen halten und sich auf dem mobilen Werbemarkt in Position bringen. Das derzeit auf den US-Markt fokussierte mobile Portal soll zunächst noch ohne Werbebotschaften auskommen. Wie Microsoft gegenüber US-Medien mitteilte, wolle man auf dem Portal noch in diesem Jahr Banner-, Text- und klickbasierte Werbebotschaften integrieren. Um Anwender unterschiedlicher mobiler Geräte zufriedenzustellen, erkennt das MSN-Portal das verwendete Handy-Modell und passt seine Oberfläche der Display-Größe an.

Themenseiten: Business, Google, Microsoft, Yahoo

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Mobile-Schlacht: Microsoft gibt noch nicht auf

Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *