Google kauft RSS-Unternehmen Feedburner

Werbung jetzt auch in RSS-Feeds

Google hat mit dem Kauf des Chicagoer RSS-Unternehmens Feedburner ein weiteres Medium zur Platzierung von Werbung erworben. Feedburner verschickt RSS-Feeds und aggregierten Content an Blogs, Unternehmen und andere Medien-Webseiten. Derzeit hält Feedburner auf seinen Servern 720.000 Feeds für über 422.000 Abnehmer bereit.

Das Gerücht über die Übernahme hielt sich schon seit geraumer Zeit und erst vor wenigen Tagen gab es einen konkreten Hinweis dazu auf der Blog-Plattform Techcrunch. Dort hieß es, dass der Kaufpreis bei 100 Millionen Dollar liege.

Besonderes Interesse hat Google an den erweiterten Werbemöglichkeiten per RSS. „Das ist ein Bereich, der uns viele neue Möglichkeiten eröffnet und der sehr schnell wächst,“ sagte Google-Produktmanagerin Susan Wojcicki.

„Es gibt in jedem Fall einen Markt für Werbung in RSS-Feeds“, bestätigt auch Bill Flitter, Gründer und Vizepräsident für Marketing bei Feedburner-Konkurrent Pheedo.

Google ist Branchenführer bei speziell an die Websuche angepasster Werbung. Das Unternehmen verfügt über ein großes Netzwerk an Webseiten mit Werbung, welche über sein Online-Marketing-System Adwords verkauft wurde. Google hat hartnäckig daran gearbeitet, seine Werbeangebote auch offline zu ermöglichen, beispielsweise in Zeitungen, Rundfunk oder Fernsehen. „Wer seine Werbung durch Google platziert hat ab sofort auch Zugriff auf die RSS-Feeds“, sagte Wojcicki.

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1 Kommentar zu Google kauft RSS-Unternehmen Feedburner

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  • Am 4. Juni 2007 um 12:13 von Rumble

    Noch eine Dreckschleuder mehr
    Google und co werden langsam aber sicher unerträglich.

    Eine neue externe USB-Festplatte eines namhaften Herstellers erworben, angeschlossen – es erscheint, per Autostart eingeblendet, "Möchten sie jetzt die neueste Browserbar von Google installieren?" Bei diverser Free- und Shareware ist das schon extrem lästig, da kann man noch mit Finanzierung kostenloser Software argumentieren. Aber bei einer voll bezahlten Festplatte wird es unverschämt.

    Je mehr diese Seuchenschleuder Werbedreck verteilt, detso weniger bin ich geneigt, solche Waren und Dienstleistungen zu nutzen, die mich damit durchseuchen wollen.

    Vor der Googlesierung der Internet ist hinreichend gewarnt worden.

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