DRM-freie Itunes-Musik sorgt für Aufregung

Knapp nach der Einführung von kopierschutzfreier Musik bei Itunes sorgen die digitalen Tracks bereits für Verstimmung und Unsicherheit unter den Nutzern. Laut britischen Medienberichten enthalten die DRM-freien Titel offenbar Informationen über deren Käufer. Nun befürchtet zum Beispiel das inoffizielle Apple-Blog TUAW, dass die Daten dazu verwendet werden könnten, den Eigentümer einer Musikdatei ausfindig zu machen, sollte der Song auf einer File-Sharing-Seite auftauchen. Grundsätzlich haben die Tracks, die aus dem Musikkatalog von EMI stammen, eine bessere Qualität, kosten aber auch mehr als herkömmliche Itunes-Songs.

In den Musikdateien ohne Kopierschutz seien der volle Name und Account-Informationen sowie die E-Mailadresse des Käufers zu finden, schreiben die Medien. In der Branche wird darüber spekuliert, ob Apple diese Maßnahme bewusst gesetzt hat, um gegen Piraterie vorzugehen, oder ob es sich um ein Versehen oder um Fremdeinwirkung außerhalb von Itunes handelt. Zudem steht nicht genau fest, ob sich diese Informationen nur in den DRM-freien oder sogar in allen Musikdateien von Itunes finden.

Britische Medien bemühten sich bereits darum, Apple zu einer Stellungnahme zu bewegen. Bislang scheint der Konzern allerdings nicht bereit zu sein, sich öffentlich dazu zu äußern und die Verwirrung um die privaten Daten aufzuklären. Das Thema könne zum Zeitpunkt nicht kommentiert werden, so auch die Antwort von Georg Albrecht, Pressesprecher Apple Deutschland. Unklar ist außerdem, wie gut die Personeninformationen in den Tracks versteckt sind oder wie einfach sie sich wieder entfernen lassen.

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12 Kommentare zu DRM-freie Itunes-Musik sorgt für Aufregung

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  • Am 1. Juni 2007 um 17:03 von Vista-Skeptiker

    Was für eine Frechheit :-P
    Der Name des Käufers wurde doch bisher auch in den DRM-geschützten Dateien vermerkt. Wer dann seinen gesamten Musikordner im Internet bereitstellte, der war selber schuld. Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Wenn man eine Datei (geschützt oder ungeschützt) in einer Tauschbörse bereitstellt, handelt man illegal. Ist es denn wirklich so schlimm, dass man hinterher verfolgen kann, wer das war? Manchmal glaube ich, dass manche Leute ihr "Recht auf Raubkopien" verteidigen wollen.

    • Am 1. Juni 2007 um 21:09 von Ulrich

      AW: Was für eine Frechheit :-P
      Irgendwie sehe ich das genauso. Ewig wurde auf den Kopierschutz geschimpft. Nun gibt es kopierschutzfreie Musik, aber es wurde dafür gesorgt, dass das "Urheberrecht" trotzdem geschützt bliebt. Für ehrliche Kunden denke ich mal auch kein Problem. Ein Schelm , wer bei den Protesten Böses dabei denkt…

    • Am 1. Juni 2007 um 23:07 von B@@@uleK

      AW: AW: Was für eine Frechheit :-P
      ihr geht also davon aus, dass der kunde verfolgt wird, wenn die titel in z.b. filesharingnetzwerken auftauchen.. gut, dann denke ich mal für euch weiter :-)
      der besitzer hat seinen mp3-player verloren.. irgendwas, gibt hunderte möglichkeiten.
      dann tauchen die titel im netz auf. der inhaber wurd ermittelt und jetzt..?!
      tja.. dumm gelaufen, so einfach ist es wohl nicht ;-)

    • Am 2. Juni 2007 um 0:16 von Vista-Skeptiker

      AW: AW: AW: Was für eine Frechheit :-P
      Es wird ja wohl kaum jemand weggesperrt, wenn, wie in deinem Beispiel, der Spieler gestohlen wird und die Titel im Netz auftauchen. Apple hat wahrscheinlich auch schon an solche Fälle gedacht. Ich glaube, die Beweislast wird in solchen Fällen bei Apple und nicht beim legitimen Käufer liegen.
      Es geistern in Tauschbörsen auch .m4p-Dateien (natürlich mit "Namensschild") herum. Von irgendwelchen Massenanklagen habe ich aber noch nichts gehört…

    • Am 2. Juni 2007 um 0:47 von TobY

      AW: AW: AW: AW: Was für eine Frechheit :-P
      Ich denke nicht, dass dies viel helfen wird. Leute, die sich Musik kaufen und diese dann in Filesharingnetzwerken verbreiten, werden schlau genug sein, diese angehängten Informationen zu entfernen, beispielsweise mit einfachen Freeware Programmen wie N°23 Recorder. Da ich den Nutzen dieser Informationen nicht sehe, bin ich auch eher gegen diese Maßnahme…

    • Am 2. Juni 2007 um 10:48 von Rainer Kaufmann

      AW: AW: Was für eine Frechheit :-P
      Es ist eine Frechheit!!!!
      Zumal es bisher anscheinend keiner wußte, dass die Daten in der Musik versteck sein könnten. Man wird also wieder einmal auf Stasiart bespitzelt. Und das geht mir langsam auf die Nerven, denn man kann auch auf andere Art feststellen ob die Kopien rechtens sind. z.B. Wenn der Verdacht besteht das es sich um Raubkopien handelt, soll der Besitzer die Rechnung vorlegen oder das Orginal, dann gibt es ebend kein Download. Ist zwar Aufwand für den Besitzer, aber zumindest für mich akzeptabel. Auf die Weise wie es aber praktiziert wird, werden mal wieder, alle Menschen als potenzielle Verbrecher eingestuft.

    • Am 2. Juni 2007 um 12:01 von SeMann

      AW: AW: AW: Was für eine Frechheit :-P
      Ein MP3-Player kann einem ja auch geklaut werden. Wenn der Dieb die Dateien dann in einer Tauschbörse anbietet, Gute Nacht!

      Dann ist man also doppelt dran: man ist Opfer eines Diebstahls, und dann steht auch noch die MI auf der Matte und verlangt horrenden Schadenersatz.

      Wer kann das ernsthaft gutheißen????

      Oder ist man dann halt auch einfach "selber Schuld"!?! Dann können wir ja den Rechtsstaat gleich komplett anschaffen, denn jedes Opfer ist ja irgendwie doch "selbst Schuld" bzw. konstruiert seinen Fall ja nur, um Unschuld vorzutäuschen…

    • Am 2. Juni 2007 um 13:43 von Vista-Skeptiker

      AW: AW: AW: AW: Was für eine Frechheit :-P
      Ich habe ja bereits gechrieben, dass in solchen Fällen die Beweislast höchstwahrscheinlich auf Apples Seite liegen wird. Wir wollen mal die Kirche im Dorf lassen…der Rechtsstaat wird nicht abgeschafft, die Signatur der Datei wird aber eben nützlich sein, um herauszufinden, von wem eine Datei stammen könnte – KÖNNTE.

    • Am 3. Juni 2007 um 19:59 von Lutz

      AW: AW: AW: Was für eine Frechheit :-P
      Trollo, brauchst ja nichts zu kaufen. Immerhin sollte jeder seine Musik selber kaufen. Durch die Namenshinterlegung kann man immer nachweisen, das man den Titel gekauft hat. Wer nicht bereit ist Geld auszugeben und geklaute Titel nutzt sollte dafür auch ordentlich zur Kasse gebeten werden. Es sollte so sein wie im Supermarkt. Nur gibts es hir eben keine Etiketten, die eine Alarmanlage ausklösen. Ich kann nur jedem raten die Musik, die er hören will auch zu kaufen. Der Begriff Frechheit gehört wohl mehr dem, der sich hier beschwert.

    • Am 3. Juni 2007 um 23:42 von Peter

      AW: AW: AW: AW: AW: Was für eine Frechheit :-P
      ist klar … Apple und Google sind ja immer die Guten, egal wie unbedacht sie mit privaten Daten ihrer User umgehen. Wenn da jetzt Microsoft statt Apple stehen würde, dann würden natürlich alle hier Zeter und Mordio schreien.

      Nun gut, dann kauft ihr ruhig mal weiter eure überteuerte Musik und laßt euch von der Firma über’s Ohr hauen. Viel Spaß dabei.

    • Am 4. Juni 2007 um 10:48 von SeMann

      AW: AW: AW: AW: AW: Was für eine Frechheit :-P
      Ist wohl die typische "Wer nichts zu verbergen hat…"-Masche.

      Dann kannst Du ja auch gleich sämtliche persönliche Daten inklusive genetischen Fingerabdruck bei der Polizei abgeben…denn das könnte ja zur Aufklärung einer Straftat (das wäre ja auch der Fall, wenn Du durch Deine Daten entlastet werden und somit als Täter ausgeschlossen werden könntest) beitragen…wie gesagt…KÖNNTE…

      nicht wahr?

      Genau diese Mentalität führt schnurstracks in einen perfekten Überwachungsstaat…die DDR war ein Witz dagegen!

      PS: und für jeden Diebstahl ist der Bestohlene also ab sofort selbst verantwortlich ("Hättest ja besser aufpassen können!"). Dann beschwere sich derjenige aber bitte nicht, wenn bei ihm eingebrochen wird oder ihm selbst etwas geklaut wird…vielleicht wird denjenigen erst dann der grenzenlose Zynismus ihrer Worte klar!

  • Am 3. Juni 2007 um 23:38 von Gustav Grewe

    Persönliche Daten integriert = hervorragende Idee
    Wieder einmal gibt es zum Thema Kopierschutz die üblichen Argumente und Scheinargumemte.
    Fest steht, dass mich dieses Thema als typischer Nicht-Nutzer jeglicher Musik eigentlich nicht sehr interessiert. Meine Stellungnahme erfolgt also von einer relativ neutralen Position aus.
    Ich begrüße es, wenn in die rechtmäßig erworbenen Musikstücke die Daten des Käufers so "hineingestanzt" werden, dass im Falle von Urheberrechtsverletzungen diese bis hin zum Verursacher nachvollziehbar sind. Diese Methode ist besser als faule Programmiertricks, die die kompatible Abspielbarkeit solcher Musikstücke verhindern oder andere Handicaps verursachen können.

    Wer klaut oder gestohlenes Gut verbreitet, soll dafür gerade stehen. Eine Belästigung Unschuldiger durch überzogene Schutzmaßnahmen sollte jedoch unterbleiben.

    Die neue Methode garantiert die Berücksichtigung dieser beiden Forderungen und belässt die Verantwortung dort, wo sie hin gehört, beim ehrlichen Käufer, der beim Wissen um den Wert der Ware Musik mit dieser künftig sorgfältiger umgehen wird.

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