Flash-Festplatte mit 256 Gigabyte vorgestellt

SSD zieht hinsichtlich Kapazität und Formfaktor mit herkömmlichen Harddisks gleich

Der taiwanesische Speicherhersteller Power Quotient International (PQI) hat eine Solid-State-Disk (SSD) mit einer Kapazität von 256 Gigabyte vorgestellt. Die „256GB SSD Turbo+“ genannte Flash-Platte ist im 2,5-Zoll-Formfaktor ausgeführt und soll Transferraten von bis zu 60 Megabyte pro Sekunde bieten.

In der Größe hält diese Produktkategorie nun mit herkömmlichen Harddisks mit. Die bislang größte Festplatte in der notebooktauglichen 2,5-Zoll-Größe kommt von Western Digital und bietet Platz für 250 GByte an Daten. Die bisher speicherfreudigste SSD stammt von Super Talent und fasst 128 GByte. Der Käufer muss sich dafür allerdings mit dem Formfaktor 3,5 Zoll zufriedengeben.

Gegenüber normalen Festplatten bieten die flashbasierten Medien deutlich bessere Leistungswerte, verbrauchen weniger Strom und sind zudem durch das Fehlen beweglicher Teile besser gegen Schäden geschützt. Zahlreiche Notebookhersteller verbauen die Medien mittlerweile auf Anfrage. Für die neue Technologie muss der User allerdings noch viel Geld ausgeben. PQI macht zwar keine Angaben zum Preis, im Vergleich mit anderen Anbietern und unter Berücksichtigung des aktuellen Preises für Flash-Module kann man aber ausrechnen, dass das Produkt nicht unter 2500 Dollar zu haben sein wird. Sandisk hat für seine 32-Gigabyte-SSD Kosten von etwa 350 Dollar genannt.

PQI geht davon aus, dass die flashbasierten Festplatten 2008 bereits 30 Prozent des Harddisk-Marktes ausmachen werden. Momentan ist der Preis allerdings noch eine deutliche Hürde für den Durchbruch am Massenmarkt. Bob Chu, zuständiger Produktmanager bei PQI, ist überzeugt, dass die Preise mit der steigenden Nachfrage nach SSDs deutlich fallen und die Produkte erschwinglich werden. Ähnlicher Ansicht sind auch Branchenanalysten. „Momentan sind die Flash-Drives für Konsumenten noch nicht interessant genug. Mittelfristig wird der Preisverfall die Produkte über die Menge in leistbare Bereiche bringen“, sagt Commerzbank-Analyst Dennis Etzel.

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3 Kommentare zu Flash-Festplatte mit 256 Gigabyte vorgestellt

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  • Am 2. Juni 2007 um 10:52 von P

    Warum so groß?
    Meines Erachtens wäre es schon eine große Erleichterung, wenn das Booten des/der Betriebssystem(e) von Flash-Medien erfolgen würde, um dann mit herkömmlichen Festplatten weiter zu arbeiten.

    • Am 3. Juni 2007 um 14:12 von Kai

      AW: Warum so groß?
      Sehe ich auch so.

      Was mich aber noch mehr daran stört sind die begrenzten Schreibzyklen, der bisher größte Nachteil von Flashspeicher… Wäre ja dämlich wenn mein Betriebssystem auf dem vielbenutzten Laptop nach 1 Jahr (?) den Geist aufgibt.

      Oder hat sich da mittlerweile was getan? Wo bleiben IBMs, INTELs (u.a.) Alternativen zum herkömmlichen NAND?
      Was waren die noch? PCM, NOR, ISSCC, MLC?

  • Am 7. Juni 2007 um 10:32 von PatXXL

    Wo
    …kann man die Flashplatten den überhaupt kaufen, bisher und ich habe mich wirklich bemüht ist es für den Endverbraucher scheinbar überhaupt nicht möglich eine SDD / Flash Festplatte zu kaufen.

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