Nissan: Handy deaktiviert Autoschlüssel

Hersteller rät zu Mindestabstand zwischen Mobiltelefon und I-Key

Mobiltelefone und elektronische Schlüssel vertragen sich nicht immer, wie der Automobilhersteller Nissan seinen Kunden in Nordamerika mitteilt. Das Unternehmen empfiehlt Besitzern der neuesten Modelle der Baureihe Sedan, ihre Handys nicht zu nahe an den „Intellegent Key“ (I-Key) zu bringen. Die Mobiltelefone sollten immer einen Mindestabstand von einem Zoll(2,5 Zentimeter) haben, anderenfalls sei es möglich, dass der Schlüssel deaktiviert werde, heißt es von Seiten Nissans.

Von dem Problem betroffen sind die zwei Top-Modelle Altima und Infiniti G35. „Wir haben herausgefunden, dass ankommende und ausgehende Anrufe das Potenzial haben, den elektronischen Code des I-Key zu verändern“, erklärt Unternehmenssprecher Kyle Bazemore. Der Wagen kann schließlich nicht mehr gestartet werden. Eine Reprogrammierung des Schlüssels sei nicht möglich. Das Problem betreffe „lediglich einen kleinen Prozentsatz der Kunden“ in Nordamerika. Nissan-Fahrer hierzulande sind davon nicht betroffen. Die beiden Modelle gebe es in Europa nicht, heißt es.

Der elektronische Schlüssel I-Key ermöglicht es, den Wagen zu öffnen und ihn per Knopfdruck zu starten. Sollte die Elektronik im Schlüssel tatsächlich ausfallen, ist an Starten nicht mehr zu denken. Der I-Key hat allerdings auch einen echten Schlüssel, mit dem der Wagen im Notfall zumindest aufgesperrt werden kann.

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7 Kommentare zu Nissan: Handy deaktiviert Autoschlüssel

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  • Am 25. Mai 2007 um 20:02 von A.Rein

    Frechheit von Nissan
    Das Handy gab es bereits vor dem Schlüssel vom Nissan.
    Das hätten die vorher erproben sollen.
    Da werden die Autokäufer wieder zu Versuchsobjekte auf ihren eigenen Schaden hin.

    So ein Auto sollte man gleich wieder zurück geben können. Wo sind die Gesetze?

    • Am 26. Mai 2007 um 15:11 von Prophet

      AW: Frechheit von Nissan
      Schade, dass nicht jede Firma ein paar Schlauberger wie dich angestellt hat. Dann würde sowas sicht nicht passieren.

    • Am 27. Mai 2007 um 9:52 von Lutz

      AW: Frechheit von Nissan
      Na ja mein Intelligenzbolzen – DDu würdest sicher erst mal 10 Jahre alles mögliche testen um dann festzustellen, das doc irgendwas vergessen wurde. Am besten DU begibst Dich in einen Kindergarten, dort kannst DU dein fehlendes Wissen und Verständnis vielleicht noch erwerben.

    • Am 27. Mai 2007 um 12:52 von Peter

      AW: AW: Frechheit von Nissan
      Solche Fehler sind nicht tolerierbar. Es ist normalerweise Standard bei industriell eingesetzer Elektronik einen EMV-Test (Elektromagnetische Verträglichkeit) durchzuführen.
      Dieser ist hier entweder gar nicht oder nur schlampig durchgeführt worden. Ansonsten hätte man diesen Fehler schnell gefunden.

    • Am 29. Mai 2007 um 1:44 von Paul Brause

      AW: AW: AW: Frechheit von Nissan
      Völlig richtig!

      Da ist ganz klar gespart worden. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie hier ein deutscher Hersteller zerisssen worden wäre, dem Ähnliches passiert wäre. Aber der ach so innovativen Konkurrenz aus Fernost wirds natürlich gerne nachgesehen, sie ist ja auch sooo viel günstiger. Geiz ist geil lässt grüßen

    • Am 29. Mai 2007 um 7:46 von Sich Erinnernder

      AW: AW: Frechheit von Nissan
      Es ist nicht das erste Mal, das so etwas passiert. Leider finde ich auf die Schnelle keinen Link im Internet zum Beweis, aber so vor 15 Jahren führte eine japanische Autofirma die Wegfahrsperre ein. Diese wurde jeden Sonntagmorgen durch den katholischen Rundspruch der Amateurfunker lahmgelegt. Dank Mobilitätsgarantie kamen die Servicetechniker rausgefahren, die dann zum Teil ihren Wagen auch nicht mehr starten konnten.

      Also, es geht weniger darum keine Fehler zu machen, sondern aus Fehlern (auch anderer) zu lernen.

      • Am 8. November 2014 um 10:24 von Elfi

        Anbei der gesuchte Artikel:
        Die katholische Wegfahrsperre

        Die Nachbarin von Manfred bekam ein neues Auto. Eine Reisschüssel, wie Manfred immer sagte. Dieses Auto hatte natürlich einen Funkschlüssel und eine Wegfahrsperre. Das Auto hatte keine Macken – doch sonntags so gegen 9:30 Uhr war es vorbei. Die Nachbarin konnte weder das Auto mit dem Funkschlüssel öffnen, noch konnte sie wegfahren. Die Sperre blockierte alles. Und das seltsame: So gegen 12:00 Uhr funktionierte alles und der Fehler schien behoben zu sein. Bis zum nächsten Sonntag.
        Und so ging es ein paar Wochen. Natürlich wurde zwischenzeitlich das Schloß und die Sperre ersetzt – doch es half nichts. Und dann kam ein schlauer Nachbar auf die Idee, ob das nicht dieser Funkamateur in der Nähe sein kann, dass der da gerade etwas macht.
        Genauso war es. Manfred startete sonntags morgens gegen 9:30 Uhr seinen ATV Rundspruch und ging mit 200 Watt auf die Antenne.
        So entstand die „katholische Wegfahrsperre“ infolge ihrer nicht ausreichenden elektromagnetischen Verträglichkeit.
        Manfred May starb viel zu früh. Sein Hobby war auch sein Tod. Er, der ein Leben lang an Antennen herumfummelte, stürzte beim Antennenausrichten von seinem eigenen Dach. Keiner konnte ihm noch helfen.
        Wolfgang Rudolph wurde von ihm animiert, die Prüfung zu machen. Mich hätte er auch fast so weit gehabt. Ich denke gerne an ihn zurück.
        Mir passiert das regelmäßig wenn ich meinen 14 Jahre alten Chevrolet Alero in der Nähe eines HotSpots(für freies WLAN)abstelle.Es geht einfach gar nichts, musste abgeschleppt werden, außer Reichweite des HotSpots der Telekom.

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