HP legt Konflikt mit SEC bei

Unterlassungserklärung beendet den Fall des Ex-Direktors Thomas Perkins

In der Hewlett-Packard-Schnüffel-Affäre ist eine weitere Entscheidung gefallen: Das Unternehmen hat sich mit der Securities and Exchange Commission (SEC) im Fall des Vorstandsmitglieds Thomas Perkins geeinigt. Laut einer Erklärung der SEC hatte Hewlett-Packard es versäumt, die Gründe für Perkins‘ Rücktritt offenzulegen. Er hatte seinen Direktorenposten aus Protest gegen internen Ermittlungen niedergelegt. Diese Ermittlungen waren durchgeführt worden, nachdem Informationen aus dem Unternehmen an die Presse durchgesickert waren. Das amerikanische Bundesgesetz verlangt, dass Aktiengesellschaften beim Rücktritt eines Vorstandes dessen Gründe vollständig mitteilen.

„Hewlett-Packard war davon ausgegangen, sich gesetzestreu verhalten zu haben“, sagt Michael Holston, Executive Vice President und Chefsyndikus des Unternehmens. „Wir verstehen aber die Sichtweise der SEC und akzeptieren sie. Außerdem sind wir froh, diese Ermittlungen endlich hinter uns lassen zu können.“ Laut SEC hat Hewlett-Packard als Teil der Einigung mit der Kontrollkommission eine Unterlassungserklärung unterschrieben. Gleichzeitig erkenne das Unternehmen keine Schuld an, bestreite sie aber auch nicht, so die SEC.

Marc Fagel, Associate Regional Director der Kommission in San Francisco sagt dazu: „Das Unternehmen hat den Fall als persönlichen Konflikt zwischen dem Direktor und der Vorsitzenden Patricia Dunn gesehen. Deshalb entschied man sich, Stillschweigen zu bewahren. Weil es Hewlett-Packard aber versäumt hat, darüber Angaben zu machen, fehlten den Investoren wichtige Informationen über die Unternehmensführung.“

Seit Hewlett-Packards umstrittene interne Untersuchungen im September 2006 zum ersten Mal bekannt wurden, ist das Unternehmen damit beschäftigt, den Vorfall aufzuarbeiten. Damals wurden private Telefonaufzeichnungen von Journalisten, darunter drei von CNET News.com, von Vorstandsmitgliedern und von Angestellten ausspioniert. Die meisten Mitarbeiter, die in den Fall verwickelt waren, arbeiten nicht mehr bei dem Unternehmen. Zu ihnen gehört auch die Vorsitzende Patricia Dunn. Im März hatte ein Richter eine Strafanzeigen gegen Dunn und andere Mitarbeiter abgewiesen, die an den internen Untersuchungen beteiligt waren.

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