Nie wieder Landkarten: Vier mobile GPS-Systeme im Test

Immer beliebter werden die mobilen Navigationssysteme für das Auto. Bei der Technik gibt es nur geringe Abweichungen zwischen den Systemen, dafür aber in der Ausstattung. ZDNet zeigt die Unterschiede und testet vier aktuelle Geräte.

Nach einer Erhebung des Marktforschungsinstituts GfK für den Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) werden in diesem Jahr voraussichtlich 3,2 Millionen mobile Navigationsgeräte in Deutschland verkauft. Nach 2 Millionen verkauften Geräten in 2006 würden damit im Jahr 2007 60 Prozent mehr Systeme abgesetzt werden als im Vorjahr. Damit etabliert sich Deutschland als größter Markt in Westeuropa. Nirgendwo werden so viele mobile Navigationsgeräte gekauft wie hier zu Lande.

„Zur Popularität tragen auch die fallenden Preise bei. Kostete ein mobiles Navigationsgerät 2005 durchschnittlich 475 Euro, so waren es 2006 nur noch 351 Euro“, sagt Jörg Menno Harms, Vizepräsident des BITKOM. Gleichzeitig dienen die mobilen Navigationsgeräte immer öfter auch als MP3-Player. Jedes dritte Gerät (36,7 Prozent), das im vergangenen Jahr in Deutschland verkauft wurde, konnte auch Musik abspielen. 2005 lag der Wert bei 9,8 Prozent.

Wer dem Trend nicht widerstehen kann und sich für eine mobile Navigationshilfe interessiert, sollte auf die Ausstattung achten. Bluetooth darf in den mobilen Navigationsgeräten ab einer Preisklasse von 300 Euro nicht mehr fehlen. Damit wird das System zur Freisprechanlage und der Verbraucher geht nicht das Risiko ein, wegen Telefonierens während der Fahrt, einen Strafzettel zu kassieren.

Wichtig ist auch das beiliegende Kartenmaterial. Standard sind die Länder Deutschland, Österreich und die Schweiz (D-A-CH). Für mitgelieferte Europa-Karten muss der Kunde mindestens 100 Euro mehr auf den Tisch legen. Aber Achtung! Kartenmaterial ist nicht gleich Kartenmaterial. Bei günstigen Geräten kann es vorkommen, dass nur die Hauptstraßen in den Europa-Karten aufgeführt sind.

Was früher extra kostete, wird neuerdings umsonst mitgegeben: der TMC-Staumelder. Navman bietet für 250 Euro das Navigationsgerät F30 mit Karten für Deutschland, Österreich und die Schweiz inklusive TMC-Staumelder an – die Konkurrenz wird bald nachziehen. Ein anderes wichtiges Kriterium für ein tragbares System ist, ob das Gerät einen Fahrrad- oder Fußgängermodus hat. Das hilft bei der Orientierung in fremden Städten, die oft zu Fuß besichtigt werden.

Damit der Kauf des Navigationsgeräts nicht zum Desaster wird, hat ZDNet vier aktuelle Vertreter aus den Preisklassen von 250 bis 600 Euro getestet. Darunter sind das Acer p630, das Travelpilot Lucca 3.3 von Blaupunkt, das Navman F30 und das Garmin Nüvi 660.

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